CLAUDE KARGER

Es mag das Wahlfieber sein, dass den CSV-Häuptling immer öfter in die Tasten greifen lässt, um der Regierung mal so richtig zu zeigen, wo der Bison die Hörner hat. Letztens rieb er sich an der Personalpolitik des Regierungshäuptlings, der bekanntlich, statt einem „Manitou an der Kultur“, ein echtes Kabinett im „Hôtel Terres Rouges“ will. „Wieder einmal lassen sich gut dotierte Posten für verdiente Freunde schaffen“, unterstellt der Chefmechaniker der größten Oppositionspartei, die sicher nicht unerfahren in ist in Pöstchenpolitik. Na, wenn dieser Giftpfeil aus der Hüfte nicht nach hinten losgeht... Arg vergiftet scheint die Atmosphäre in Bettemburg zu sein, wo die „Tansania-Koalition“ laut „T“ am Bröckeln ist, weil eine CSV-Rätin sich den Plänen des orange-blau-grünen Schöffenrats für die Rue de la Gare widersetzt. „Der rezente Eklat in Bettemburg zeigt, dass die CSV vielleicht doch noch nicht so gut auf die Kommunalwahlen im kommenden Jahr vorbereitet ist, wie sie das glauben machen möchte“, meint der „T“-Schreiber. Wetten, dass der CSV-General schon die Speere schleift. Eine 50-km-Schleife „inklusive Bierstopp“, wie der „Spiegel“ schreibt, drehten kürzlich gemeinsam die Diplomatie-Manitus aus USA und Steinfort durch das Tal der Sieben Schlösser. Für Luxemburgs Wilden Westen war’s allemal eine schöne Werbung. Howgh!