LUXEMBURGMM

2,5 Millionen Euro-Strafe für die Post

Die Post Luxembourg (ehemals P&T) ist wegen Missbrauchs ihrer marktbeherrschenden Stellung am Donnerstag zu 2,52 Millionen Euro Strafe verurteilt worden, wie der Conseil de la Concurrence gestern bekannt gab.

Der Anfang der Affäre ist 2006, als drei Konkurrenzfirmen Klage gegen die Post wegen Wettbewerbsverzerrung eingereicht hatten. Von den damals insgesamt neun Klagepunkte blieb am Ende aber nur der gegen das Integral-Kombi-Angebot der Post bestehen.

Preisnachlässe unzulässig

Kritisiert wurden vor allem Preisnachlässe bei den „Integral-Angeboten“ der Post, wenn ein kombinierter Vertrag abgeschlossen wurde, der die klassischen Telefon-Dienstleistungen, den Breitband- Internetanschluss und Handy-Dienstleistungen kombiniert. Damit würden Wettbewerber der Post vom Markt gedrängt, so die Wettbewerbskommission in ihrer Begründung. Besonders in den Jahren 2006 und 2007 hätte die Post von ihrer dominanten Position profitiert.

Nach Angaben der Wettbewerbshüter sind etwa 80 Prozent der Luxemburger Haushalte diese so genannten Kombi-Verträge eingegangen. Die Wettbewerbshüter sehen darin den Grund, dass sich der Marktanteil konkurrierender privaten Anbieter seit 2007 nicht erhöht habe.

Wie der Rat weiter ausführt, sei darum Luxemburg nach Zypern das Land der EU sei, wo privaten Telekomanbieter den geringsten Anteil an Kombi-Verträge hätten. Zum Minus bei der Bilanz 2013 hatte Claude Strasser, Generaldirektor der Post, erklärt: „Der Umsatz muss steigen, sonst kann das Investitionsniveau nicht gehalten werden.“ Nun hat man für dieses Jahr zweieinhalb Millionen weniger zu verbuchen.