LUXEMBURG
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75 Jahre nach der Ardennenschlacht: Echternach gedenkt der Opfer

Der Krieg hatte vom Dezember 1944 bis Februar 1945 auch Echternach fest im Griff. Die Abteistadt wurde zur Frontstadt nachdem am 16. Dezember 1944 gegen 5.30 die Wehrmacht mit einem Metallgewitter aus 3.400 Geschützen zu ihrer letzten Großoffensive angesetzt hatte um den Vormarsch der US-Truppen zu stoppen.

In Echternach leisteten die Soldaten des 12. Regiments der 4. US-Infanterie-Division Widerstand und erschwerten den Nazi-Truppen die Überquerung der Sauer.

Die Männer, die erst kurz vor der Offensive von den Kämpfen im Hürtgenwald bei Aachen erschöpft in der Abteistadt eingetroffen waren, waren entschlossen, Echternach zu halten. Der Blutzoll war hoch.

Um dem Einsatz der Männer der 4. US-Infanterie-Division zu gedenken und insgesamt der Opfer des Zweiten Weltkriegs hatte die Stadt am Samstagnachmittag einen „Marche du Souvenir“ veranstaltet.

Um 16.00 trafen sich die Teilnehmer in der Basilika, wo Fotos und Filme aus den schweren Jahren gezeigt wurden und Texte von den Pfadfindern verlesen wurden. Anschließend brach man zu einem Fackelzug auf. Die erste Station war das Haus Wengler, die frühere Hutfabrik, wo eine Plakette den Einsatz der US-Soldaten würdigt.

Dann ging es durch die „Haalergaass“ zum Kriegsdenkmal an der Sauer. Auch hier wurde ein Blumengebinde niedergelegt.

Die Feier ging mit der amerikanischen und luxemburgischen Nationalhymne zu Ende, die vom Chor der Basilika vorgetragen wurden.

An der Erinnerungsveranstaltung beteiligten sich neben dem Schöffenrat um Bürgermeister Yves Wengler sowie mehreren Gemeinderäten auch der US-Botschafter in Luxemburg, J. Randolph Evans, sowie Umweltministerin Carole Dieschbourg und eine Menge Echternacher Bürger und Vereinigungen aus der Abteistadt, allen voran die Pfadfinder und die Feuerwehr.

Auf dem Marktplatz gab es vor dem Erinnerungsmarsch eine Ausstellung historischer Fahrzeuge zu bestaunen.