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So erkennen Sie Fake-Profile und schützen sich vor ihnen

Auch, wenn das Spiel „Wer bin ich?“ derzeit gerne wieder seinen Weg vom Dachboden ins Wohnzimmer findet, bedeutet das nicht, dass es in der virtuellen Welt an Beliebtheit gewinnt. Hier gilt nämlich weiterhin: Bitte nur mit Leuten in Kontakt treten, die einem bekannt sind oder ganz sicher vertrauenswürdig sind - Rätselraten hat in der virtuellen Kontaktaufnahme nichts zu suchen und soll mit äußerster Vorsicht genossen werden. Besonders in Zeiten, in denen gefühlt alles online vonstattengeht, sollte darauf geachtet werden, nicht auf Fake-Profile hereinzufallen.

Oftmals tauchen solche gefälschten Profile auf den sozialen Netzwerken oder auch auf Dating-Plattformen auf, informiert BEE SECURE. Es werden Namen, das Alter und weitere persönliche Daten angegeben sowie Fotos benutzt, die entweder gefälscht oder von einem anderen Account geklaut wurden, um sich als jemand anderes auszugeben. Bei solchen falschen Profilen handelt es sich oftmals um Identitätsdiebstahl: eine unbekannte Person bedient sich der Identität einer weiteren Person und nutzt diesen Account in den meisten Fällen, um illegalen Aktivitäten nachzugehen oder ihrem Ärger unter anderem Namen in den Kommentaren Dampf zu machen. Häufig werden von solchen Accounts auch dubiose Nachrichten verschickt, die zum Phishing oder zur Manipulation dienen.

Sollte demnach eine Freundschaftsanfrage von jemandem verschickt werden, der sich bereits in ihrer Freundesliste befindet, wird dringend dazu geraten, erst nachzuhaken, ob wirklich ein neues Profil erstellt wurde, oder ob es sich um eine Betrugsmasche handelt.

Doppelte Persönlichkeit

BEE SECURE weist weiterhin darauf hin, dass bei den gefälschten Profilen zwischen zwei Sorten zu unterscheiden ist. Die, die Identitätsdiebstahl betreiben und die, die frei erfunden sind. Bei ersterem werden tatsächlich die Daten der eigentlichen Person übernommen, sodass der „Fake“ quasi täuschend echt ist. Dennoch gibt es einige Tricks, um herauszufinden, ob es sich um die vorgegebene Person handelt: Wurde das Profil erst rezent erstellt, keine neuen Fotos hochgeladen oder für die eigentliche Person ungewöhnliche Inhalte geteilt, sollte dies ein Aufruf zur Skepsis sein. Bei Seiten von Personen des öffentlichen Lebens oder Firmen ist der Identitätscheck noch einfacher: lediglich nach dem blauen Häkchen schauen. Seriöse Seiten werden in der Regel dadurch verifiziert.

Das frei erfundene Profil hingegen zeichnet sich meist durch ungewöhnliche oder inkohärente Informationen aus. Beispielsweise werden oft Fotos benutzt, auf denen die Person entweder gar nicht drauf ist, nicht zu erkennen ist, oder eine prominente Person abgebildet ist. Genauso werden Namen entweder erfunden, oder dermaßen geläufige Namen benutzt, dass es fast schon unmöglich scheint, die Identität zu überprüfen. Bei mangelnden Informationen weist BEE SECURE außerdem darauf hin, dass es sich hierbei selbstverständlich um Leute handeln kann, die ihre Privatsphäre schätzen, allerdings sei es unwahrscheinlich, dass eine solche Person jemanden kontaktieren würde, den er oder sie nicht kennt.

Die eigene Identität schützen

Cyberkriminellen und dem Identitätsdiebstahl zum Opfer zu fallen, ist leider keine Seltenheit. Allerdings klärt BEE SECURE auch hier darüber auf, wie man sich im Idealfall schützen kann. In erster Linie zählt: auch im Netz sollen Daten stets kritisch hinterfragt werden. Zudem wird geraten, nicht zu viele Informationen und Fotos von sich zu offenbaren und im Falle der Preisgabe solcher Daten, darauf zu achten, dass sie nicht öffentlich zugänglich sind. Öffentliche Informationen können einfacher zur Identitätsimitation genutzt werden.

Außerdem gilt weiterhin der Aufruf, nicht blind zu vertrauen. Freundschaftsanfragen sollten nicht einfach angenommen, sondern überprüft werden und auch nur dann akzeptiert werden, wenn die Person einem wirklich bekannt ist. Sollte sich dennoch der Verdacht äußern, dass es sich um einen gefälschten Account handelt, wird geraten, diesen der Plattform zu melden und die imitierte Person sowie gemeinsame Freunde in Kenntnis darüber zu setzen, um den Schaden möglichst gering zu halten.

Weitere Informationen unter www.bee-secure.lu und unter der BEE SECURE Helpline 8002 1234.