LUXEMBURGKIM GREIS

Die Metal-Band Mindpatrol im Interview

Als Luc François und Xavier Hofmann 2012 die Metal-Band Mindpatrol gründeten, wussten sie noch nicht, dass aus dieser diffusen Idee eine Band entsteht, die jetzt im Oktober schon ihr zweites Album „The Marble Fall“ rausbringen wird. Wie schon beim ersten Album handelt es sich um eine vollständige Eigenproduktion. Nur beim Mastering entschied man sich dieses Mal für professionelle Hilfe. Vorab ist die erste Single „A Marble Throne“ mit dem dazugehörigen Musikvideo erschienen.

Wir haben den Sänger Luc François getroffen und interviewt.

Warum habt Ihr die Band gegründet?

Luc François Ich liebe die lokale Metal-Szene, die ich mit allen Mitteln zu unterstützen versuche. Neben dem Studium bin ich Autor, sodass es eigentlich nicht weiter verwunderlich war, dass Gitarrist Xavier und ich auf die Idee kamen, selbst ein Album zu schreiben. Unsere Idee konkretisierte sich dann sehr schnell.

Wie siehst Du die Zukunft vom Metal?

François Positiv! Die Festivalkultur blüht auf, sodass auch Menschen, die a priori nichts mit dem Genre zu tun haben, mit Metal in Kontakt kommen. Metal ist massentauglich geworden, was auch daran liegt, dass das Klischee des bösen Metal kaum noch verbreitet ist. Es spielen auch sehr viele internationale Metal-Bands in Luxemburg, was beweist, dass die Szene sich in unserer Gesellschaft etabliert hat. In Luxemburg gibt es leider nicht viele Auftrittsmöglichkeiten für kleine Bands.

Wie ist das erste Album von Mindpatrol angekommen?

François Unser Album wurde von einer Redakteurin als schlechtestes Album des Jahres bezeichnet (lacht). Ansonsten waren die Reaktionen gemischt. Wir sind inzwischen selbst nicht mehr zufrieden mit unserem ersten Album. Wir haben damals einfach versucht, so vielfältig wie möglich zu klingen, um uns in der luxemburgischen Metal-Szene anzukündigen.

Was ist das Konzept des zweiten Albums von Mindpatrol?

François Es ist unsere Interpretation des Sündenfalls aus der Bibel. Die Menschen haben einen eigenen Willen und wollen sich nicht von Gott einschränken lassen. Gott ist in unserem Fall kein allmächtiges Wesen, eher hat er was Menschliches, daher auch der Konflikt.

Wie ist das Musikvideo entstanden?

François Für das Video haben wir uns externe Hilfe von unserem Freund Roger Hautcoeur geholt. Um den Inhalt und die Requisiten haben wir uns selbst gekümmert. Wir haben versucht, den Dreh professionell und zugleich so sparsam wie möglich zu halten. Der Thron im Video besteht zum Beispiel aus gefärbtem Styropor. Damit man sich hinsetzen kann, haben wir einen Hocker in die Sitzfläche gestellt.

Was sind Deine Erwartungen für die Zukunft?

François Wir erhoffen uns, dass unser zweites Album uns neue Möglichkeiten eröffnet. Wir schreiben gerade an unserem dritten Album und versuchen, unseren Stil durch unseren neuen dritten Gitarristen zu erweitern. Zudem wünschen wir uns, zukünftig mithilfe eines professionellen Partners Fuß im Ausland zu fassen. Das Wichtigste ist aber, die gemeinsame Zeit als Band zu genießen!


Hier geht es zum Musikvideo: tinyurl.com/oyt85q4