PASCAL STEINWACHS

Dass der Premierchef im Oktober 2012 bei seinem bislang letzten Pressebriefing enthüllt hatte, bei seinem Moskau-Besuch seinem Freund Putin vorgeschlagen zu haben, die „Pussy Riot“-Damen mit nach Luxemburg zu nehmen, alarmierte auch die „forum“-Redaktion, die diesbezüglich bei Juncker nachhakte. Ja, das Angebot, die Damen mit nach Luxemburg zu nehmen, sei „sehr ernst gemeint“ gewesen. Hm...

Dann wird der Premierchef auch noch gefragt, ob er nach 18 Jahren als Premierchef verstehen könne, dass eine solch lange Zeitspanne einer gesunden Demokratie nicht gut bekomme: „Ich verstehe wenn das einzelnen Leuten auf den Wecker geht. Aber ich bin kein Putschist! Ich bin gewählt, und nicht schlecht.“

Ansonsten zeigt sich „forum“ aber arg begeistert, insbesondere über das Schachtelsatztalent des Premierchefs. Dieser hetze seine Zuhörer „durch Hintertüren und Abstellkammern, entlang der Flure und Stiegen von Gesetzes- und Institutionsgefügen, die nicht weniger labyrinthisch anmuten als seine Satzkonstruktionen“. Und in Brüssel sei der Premier schon mal als „past master oft the dark EU arts of corridor deals, late night compromisses and procedural ambushes“ bezeichnet worden. Gut getroffen...