CLAUDE KARGER

Das würden wir uns an der Stelle von Fernand Kartheiser nicht entgehen lassen: da laden die „jonk gréng“ den ADR-Abgeordneten doch „op ons Käschten“ ein, sich mit ihnen zusammen am kommenden Sonntagnachmittag das Theaterstück „Ein Känguru wie du - Mit Herz und Verstand gegen Vorurteile“ - „Iwwersetzung: Mat Häerz a Bëls géint Viruerteeler“ in der Abtei Neumünster anzuschauen. Der Deputierte hatte im Dezember von „besorgten Eltern“ erfahren, Kinder müssten das Theaterstück mit dem schwulen Hüpftier besuchen und beim Bildungsminister nachgebohrt, ob denn auch Stücke über „heterosexuell, traditionell an natierlech Familljen“ gezeigt werden, worauf Meisch antwortete: „All Mënsche gi fräi gebuer, mat gläicher Dignitéit a mat deene selwechte Rechter. A well all Mënsche gläich sinn, sinn och all Famillje gläich. Et ka weder eng natierlech nach eng onnatierlech Famill ginn. Et gëtt just Familljen“. Man darf gespannt sein, ob die grüne Eintrittskarte eingelöst wird... Von einem grünen Minister wollte „t-online.de“ indes wissen, ob man die „Autobauer an die Kette legen“ müsse, wegen Dieselmätzchen, dicker Luft und dergleichen. „Ich würde eher sagen: Man muss sie an die Hand nehmen. Und Hilfestellung leisten, damit die Autobauer zusammen mit der Politik in eine Richtung gehen, die zukunftsfähig ist“, sagt Bausch. Sehr diplomatisch.