LUXEMBURG
ANNETTE WELSCH

Stolze Bilanz der DP Luxemburg-Stadt - Priorität für Kinder, Jugend, Wohnen und Mobilität

In den letzten sechs Jahren hat sich die DP mit Herz, Seele und viel Freude für die Stadt Luxemburg, ihre Einwohner und ihre Entwicklung eingesetzt. Das machte Hauptstadtbürgermeisterin Lydie Polfer mit den DP-Vertretern im Schöffen- und Gemeinderat gestern deutlich, als sie Bilanz zog. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und in Form einer Broschüre ab dem 16. August auch allen Einwohnern der Stadt Luxemburg zugestellt wird.

„Wir haben das Glück, in einer schönen und dynamischen Stadt zu leben, die sich in den letzten zehn Jahren stark entwickelt hat - auch wirtschaftlich. Die Bevölkerung stieg um 30 Prozent. Dass das Infrastrukturanpassungen für Kanal, Strom und Wasser verlangt, ist evident. Über 60 Prozent der Arbeitsplätze sind zudem mit Arbeitnehmern besetzt, die nicht in der Stadt wohnen“, sagte Polfer. „Das bringt uns Wohlstand, stellt uns aber auch vor konsequente Herausforderungen.“ 125.000 Personen, die jeden Arbeitstag in und aus der Stadt strömen - das möchte erst einmal bewältigt werden.

Die Lebensqualität verbessern stand denn auch im Zentrum der DP-Bestrebungen. Die Prioritäten lagen dabei bei den Kindern und der Jugend, dem Wohnen und der Mobilität. In allen Bereichen wurde viel geleistet. So wurden jeweils vier ganz neue Schulen und Kindertagesstätten gebaut, Schulgebäude nach modernsten Kriterien modernisiert und Hunderte Plätze für die außerschulische Betreuung von Kindern im Schulalter geschaffen. „Auch für die Jugend ist in puncto Jugendhäusern, Sport-, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten ganz viel passiert.“

Für 8.500 Wohnungen wurdenBaugenehmigungen erteilt

Das stetige Wachstum stellte die Stadt Luxemburg vor allem in zwei Bereichen vor große Herausforderungen: dem Wohnen und der Mobilität. „Beim Schaffen von Wohnraum waren wir alles andere als faul. Wir haben Baugenehmigungen erteilt, sodass nun 8.500 Wohnungen entstehen werden. Wir sind aber auch selber aktiv geworden und haben Baulücken gefüllt, um die Wohnungen dann im Rahmen der Erbpacht zu erschwinglichen Preisen zu verkaufen oder vermieten“, erklärte Polfer. Allein 550 Wohnungen habe die Stadt an Leute vermietet, die sich am Wohnungsmarkt keine Wohnung leisten können. „Mit unserer Architektenbehörde haben wir zwischen 2012 und heute 171 Wohnungen mehr geschaffen und 120 sind noch im Bau - wir haben uns der Wohnungsbauherausforderung gestellt.“ Die Lebensqualität werde aber auch durch den starken Berufsverkehr belastet. „Ohne die Pendler könnten wir in der Stadt wunderbar fahren. Die Tram wird es aber ermöglichen, dass wir uns ganz anders organisieren können.“ Die Mobilitätsprobleme könnten allerdings nur zusammen mit dem Ministerium und einem P&R- Programm gelöst werden. Die Stadt hat aber dafür gesorgt, dass 60 Prozent der Straßen mit einem Tempo-30-Limit belegt wurden, vor allem in den Wohnvierteln wurde auf Verkehrsberuhigung gesetzt.
Es wurde auf Dialog gesetzt
„Wir wollen unseren Einwohnern Komfort und Sicherheit bieten, wollen aber auch eine Stadt bleiben, die für jeden zugänglich ist. Deswegen werden fast 1.000 Parkplätze allein im vergrößerten Parkhaus Knuedler und im Parkhaus Royal Hamilius entstehen“, stellte die Bürgermeisterin in Aussicht. An der Cloche d‘Or entsteht ein zusätzliches Parkhaus mit 2.000 Plätzen.

Es wurde also vieles umgesetzt und stark investiert. Wichtig war dem Schöffenrat aber auch die Art und Weise, wie es gemacht wurde. „Wir haben auf den Dialog , auf Partizipation und auf das gemeinsame gestalten zusammen mit den Menschen gesetzt. Ziemlich stolz bin ich auf die Diskussionen über den Allgemeinen Bebauungsplan, den wir zwei Mal mit den Leuten überschaut haben und jeder einzeln gehört wurde.“ Diese Manier des friedlichen Umgangs in einer Stadt, in der so viele verschiedene Menschen zusammenleben sei der DP extrem wichtig.

Diese verantwortungsvolle Art, Politik zu machen, spiegele sich aber auch in der Finanzpolitik wider. Polfer wies darauf hin, dass immens viel investiert wurde und vieles auf dem Weg sei, dass alles aber finanziert sei. „Wir hinterlassen dem nächsten Schöffenrat gesunde Finanzen und gute Reserven. Wir haben auch die Funktionskosten im Griff behalten.“ Mit dem Koalitionspartner „déi gréng“ habe man offen und fair zusammengearbeitet, ein großes und gutes Programm aufgestellt und dieses auch ganz umgesetzt oder Programmpunkte zumindest in die Wege geleitet.

Mitte September wird nun das Wahlprogramm vorgestellt und dann „hoffen wir natürlich für die Wahlen, dass wir die Gelegenheit bekommen weiterzumachen“, wünschte sich Lydie Polfer abschließend.