LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Tokio und Seoul einmal anders

Wer auf Megastädte steht, der kommt in der japanischen Hauptstadt Tokio und in der koreanischen Hauptstadt Seoul definitiv auf seine Kosten. Mit über 37 Millionen Einwohnern stellt Tokio dann auch die größte Metropolregion der Welt dar, derweil Seoul mit 23,8 Millionen Einwohnern nach den Ballungsräumen Mexiko-Stadt und New York auf dem vierten Platz der weltweit größten Agglomerationsräume liegt.

Wer will, der kann aber auch in diesen Megastädten ruhige, ja richtig dörfliche Ecken finden, wie unsere Bilder aufzeigen, die der Autor dieser Zeilen im Laufe der vergangenen Jahre im Rahmen seiner Reisen in die Region geschossen hat.

So stellt der Meiji-Schrein im Yoyogi-Park im Tokioter Stadtteil Shibuya eine regelrechte Oase der Ruher dar, zumal nur wenige hundert Meter entfernt in Harajuku die verrücktesten Modetrends gesetzt werden. Auf unserem Bild sieht man drei Miko, das sind Frauen, die in Shint-Schreinen arbeiten und dort sowohl religiöse als auch praktische Arbeiten verrichten.

Buddha-Statuen finden sich in Tokio aber nicht nur in Schreinen und Tempeln, sondern auch im Zoo von Ueno wieder, dem ältesten Zoo Japans, der vor allem für seine Pandas bekannt ist.

Konfuzius ist überall

Erleuchtung und inneren Frieden findet man im Senso-Tempel in Asakusa wohl eher nicht, gehört dieser doch zu den beliebtesten Fotomotiven unter den Touristen.

Kimonos tragen in Japan nicht nur die mythenumwobenen Geishas, sondern hin und wieder auch ganz normale Frauen. Sofern sie denn das nötige Kleingeld haben, denn echte Kimonos sind unglaublich teuer.

In der Insadong-gil, der Einkaufsstraße für Antiquitäten und Souvernirs im Herzen Seouls kann man schon mal Konfuzius höchstpersönlich begegnen. Dieser war zwar Chinese, ist aber auch in Korea durchaus beliebt.

Wer in den Palast der Strahlenden Glückseligkeit will, dem prächtigsten der Paläste Seouls, der muss an der Statue von Admiral I Sun-sin vorbei, einem bekannten koreanischen Militärführer. Bei den Kindern ist derweil vor allem der Springbrunnen beliebt.

Akihabara ist nicht nur das wichtigste Stadtviertel Tokios für Elektronika jeglicher Art, sondern ebenfalls ein Zentrum der Otaka, will heißen der japanischen Fan-Kultur. So wird dann auch fleißig Werbung für Maid-Cafés gemacht.

Die Grenze zwischen Süd- und Nordkorea ist zwar immer noch Niemandsland, doch sollte sich der oberste Führer Kim Jong-un eines Tages doch entschließen, nicht unbedingt länger den Bösewicht spielen zu wollen, dann ist Südkorea vorbereitet. In der so genannten Demilitarisierten Zone ist jedenfalls schon mal prophylaktisch ein Bahnhof eingerichtet.