PEKING
DPA/LJ

Opferzahl klettert - Luxemburger aus Wuhan ausgeflogen

Peking Die Zahl der Todesopfer durch das neue Coronavirus hat die der Sars-Pandemie vor 17 Jahren überstiegen. Mit 89 neuen Fällen der Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 laut WHO 8.096 Menschen erkrankt und 774 gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das neue Coronavirus stieg am Sonntag in China um weitere 2.656 auf 37.198 Fälle.

Außerhalb Chinas sind bislang mehr als 300 bestätigte Infektionen bestätigt. Derweil wurden rund 6.200 medizinische Fachkräfte sind am Wochenende mit 47 Charterflügen in die schwer vom Coronavirus betroffene chinesische Stadt Wuhan gebracht worden. Dies sei der vom Umfang her größte Transport medizinischen Personals seit Ausbruch der neuartigen Lungenerkrankung in China, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag unter Berufung auf die zivile Luftfahrtbehörde ACCA. Neun chinesische Fluggesellschaften hätten neben dringend benötigter medizinischer Ausstattung 34 Teams aus mehreren Provinzen befördert. Bis auf ein Opfer auf den Philippinen und eines in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong haben sich alle Todesfälle auf dem chinesischen Festland ereignet - die meisten in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus in der Stadt Wuhan ursprünglich ausgebrochen war. In der Provinz kamen bislang 780 Menschen ums Leben.

Wie das luxemburgische Außenministerium gestern bestätigte, wurde ein Luxemburger aus Wuhan ausgeflogen. Die Person befinde sich bei guter Gesundheit, heisst es in einer Pressemitteilung, allerdings wurde sie vorsorglich in Quarantäne untergebracht.

Eine erste medizinische Bilanz habe bestätigt, dass es kein Indiz auf Ansteckung durch den Coronavirus gibt. Eine zweite Untersuchung soll heute vom „Service national des maladies infectieuses“ im „Centre Hospitalier“ durchgeführt werden. Die Person wird weiterhin in Quarantäne bleiben und zwar für insgesamt 14 Tage. So lange dauert die maximale Inkubationszeit des Virus. LJ mit DPA

Mehr Informationen: www.sante.lu/coronavirus