LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Wie werden die Gelder verteilt, wenn neue Musikschulen dazu kommen

Seit 1998 ist der Musikunterricht in luxemburgischen Kommunen „outgesourct“, in den meisten Fällen liegt der Unterricht und dessen Organisation in der Hand des Musikverbandes UGDA. Es gibt aber auch selbstständige kommunale Musikschulen. Die Finanzierung teilen sich Staat und Gemeinden, wobei der staatliche Beitrag gedeckelt ist. Da die staatlichen Gelder aus einem Finanzierungstopf stammen, kann man sich die Frage stellen „Was passiert, wenn weitere Musikschulen hinzukommen? Sinken dann die Zuschüsse an die anderen kommunalen oder regionalen Musikschulen?“

Drei neue Musikschulen

Genau diese Frage richtete der CSV-Abgeordnete und Bürgermeister von Tandel, Ali Kaes, unter Bezug auf die seit 1998 geltenden gesetzlichen Bedingungen, an Kulturminister Xavier Bettel und Innenminister Dan Kersch. Er erinnert daran, dass der staatliche Zuschuss an die Entwicklung des globalen staatlichen Gehaltsaufkommens gekoppelt wurde. Zwischenzeitlich habe der Innenminister drei neue regionale Musikschulen zugelassen, die somit auch in den Genuss von Fördergeldern kommen, so Kaes.

Im Detail wollte der Nordabgeordnete nun wissen, welchen Einfluss die Anerkennung dieser Musikschulen auf die finanziellen Zuwendungen an andere Einrichtungen hat und ob die Minister daran denken, die Gesamtmenge der Zuschüsse zu erhöhen, um Einbußen zu vermeiden.

Minister denken über Aufstockung nach

Die beiden Minister antworteten kurz und bündig: Im Juli 2016 seien die Musikschulen von Bartringen, Niederanven und Walferdingen als „Regionalmuséksschoul Westen“, „Regionalmuséksschoul Syrdall“ und „Regionalmuséksschoul Uelzechtdall“ durch das Kulturministerium anerkannt worden. Dies gilt seit dem Beginn des Schuljahres 2016/2017.

Beide Ministerien wollen sich in nächster Zeit im Regierungsrat dafür stark machen, das Gesetz von 1998 zu ändern, um in Zukunft die finanzielle Belastung der anderen - schon bestehenden Musikschulen - durch neu hinzukommende Einrichtungen zu verhindern.