Im Kontext einer wirtschaftlichen Erholung, die weiterhin fragil sei und mit Verweis auf die unsicheren Perspektiven in der Eurozone hat die Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat (BCEE) gestern für das erste Halbjahr des laufenden Jahres einen Nettogewinn von 146,8 Millionen Euro bekannt gegeben. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2013 ist dieses Ergebnis um 4,2% gestiegen.
Die Einnahmen der Spuerkeess haben demnach leicht um 2,5% auf 319,9 Millionen Euro abgenommen, wobei verschiedene Geschäftsbereiche sich allerdings gegenläufig entwickelten.
Die zwei Seiten der Niedrigzinsen
So sind die Zinserträge aufgrund der rückläufigen Margen bei Krediten und der anhaltenden Niedrigzinsen auf dem Geldmarkt um 2,5% zurückgegangen, während umgekehrt die Kreditvergabe - unter anderem wegen einer guten Entwicklung der Hypothekenkreditnachfrage, wie die BCEE mitteilt - auf das Volumen von insgesamt 17,9 Milliarden ausgeweitet wurde und damit um 5,2 Prozent im ersten Halbjahr anstieg. Gleichzeitig haben sich die Kundeneinlagen in den ersten sechs Monaten 2014 um drei Prozent verringert, ebenso verzeichneten die Wertpapiererträge (Dividenden) im ersten Semester einen Rückgang von 12,9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wie auch die Provisionserträge sich leicht um zwei Prozent wegen einer Abnahme des Wertpapierhandels verringerten, während die Sparte Finanzinstrumente eine Zunahme von 11,7% auf 40,2 Millionen Euro verzeichnete. Insgesamt hat sich die Bilanz der BCEE um 5,9% seit 31.12.2013 erhöht.
Zur Vorbereitung der Europäischen Bankenunion und deren geplanter Installation im November werden derzeit die Aktiva der staatlichen Sparkasse Luxemburgs in einem „Asset Quality Review“ geprüft, zudem steht ein Stresstest der Europäischen Zentralbank an, um zu prüfen, wie die Bank gegen verschiedene Krisenszenarien gerüstet ist. Was die Aussichten für Luxemburgs Wirtschaft angeht, berichtet die Bank von einer leichten Verbesserung dank einer deutlichen Zunahme der Exporte.


