LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

„Fondation Cancer“ weiht „ihr“ ausgebautes Haus an der Arlonerstraße ein

An der Arlonerstraße (Nummer 209) in Luxemburg-Stadt verfügt die „Fondation Cancer“ nun über ein „Haus im Dienst der Patienten“, wie Dr. Carlo Bock, Präsident der „Fondation Cancer“ gestern Abend anlässlich der Einweihung des vergrößerten und instand gesetzten Hauses unterstrich. Anschließend ließ Bock die Geschichte der Stiftung Revue passieren.

Ein Blick zurück

Im November 1994 gegründet, ging die „Fondation Cancer“ aus der Fusion der „Ligue Luxembourgeoise contre le cancer“ (eine Dienststelle des Roten Kreuzes) und der „Association luxembourgeoise contre le cancer“ hervor. Lange Jahre war der Sitz der Stiftung, deren Arbeit auf den drei Eckpfeilern Information, Hilfe und Forschung fußt, am Sitz des Roten Kreuzes untergebracht. Schnell sollten sich die beiden vom Roten Kreuz kostenlos zu Verfügung gestellten Büros als zu klein für fünf Mitarbeiter erweisen. 2001 dann, so Carlo Bock weiter, zog man in das Haus auf Nummer 209 der Arlonerstraße (im Besitz der Stiftung) um. Damals bot das Haus ausreichend Platz für die Aktivitäten der „Fondation Cancer“.

Mit dem Ziel, mehr Lebensqualität für die Krebspatienten zu bieten, kaufte die Stiftung im vergangenen Jahr das Nachbarhaus (auf Nummer 207) dazu.

Sechsmonatige Umbauzeit

Nach sechsmonatiger Umbauzeit konnte das Haus gestern Abend im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten seiner Bestimmung übergeben werden. Neben psychologischen Beratungen bietet die „Fondation Cancer“ heute Yoga-Gruppen, Entspannungstherapien, Sprach- und Kunsttherapieateliers an.

Aufgrund der steigenden Nachfrage der Patienten musste auch zusätzliches Personal eingestellt werden. Derzeit sichern drei Psychologen und eine Krankenschwester die verschiedenen Dienste der Stiftung. Hinzu gesellt sich das Heer der Ehrenamtlichen, ohne die die Organisation von Events wie der „Relais pour la Vie“ nicht möglich wäre.

Indem die beiden Häuser mit einander verbunden wurden, wurde eine patientenfreundliche Empfangsstruktur geschaffen. In dem „Haus“ der „Fondation Cancer“ an der Arloner Straße findet der Besucher einen Saal mit ausgestellten „Life-Boxes“, einen Raum für psychologische Beratung, einen Raum für psychologische Familienberatung, einen Raum für soziale Beratung, einen Raum für Kunsttherapie, einen Saal für Entspannung und Yoga sowie einen Raum für die Fortbildung der Ehrenamtlichen.

In ihrer Eigenschaft als Ehrenpräsidentin der „Fondation Cancer“ besuchte Großherzogin Maria Teresa dem „Haus der Patienten“ bereits am Montagabend.