LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Nachhaltigkeitsminister François Bausch stellt Verkehrsberuhigung im Alzettetal vor

In gut acht Wochen ist es soweit: Am 23. September wird das letzte Teilstück der Nordstraße (A7) eröffnet. Dann wird die „Nordstrooss“ endlich durchgehend befahrbar sein. Auf einer Pressekonferenz stellte Nachhaltigkeitsminister François Bausch gestern Vormittag erste Maßnahmen über eine mögliche Verkehrsberuhigung im Alzettetal - dem CR123 (von Bereldingen über Steinsel, Müllendorf, Hünsdorf, Prettingen und Gosseldingen nach Mersch) und der N7 (von Luxemburg-Stadt über Walferdingen, Lorentzweiler und Lintgen nach Mersch) - vor. Von der Verkehrsberuhigung verspricht sich Minister Bausch eine Verbesserung der Lebensqualität im Alzettetal.

Der CR 123

Von Modellcharakter kann man in Sachen CR123 sprechen, sollen doch alle Maßnahmen einheitlich aussehen, um so dem Autofahrer zu signalisieren, was auf ihn „zukommt“. Je nach verfügbarem Platz, beziehungsweise zur Verfügung stehendem Gelände, werden die Ortsein-/ausfahrten an fünf Stellen entweder mit Kopfsteinpflaster-Passagen tatsächlich und durch Begrünung optisch verengt. An vier weiteren Stellen werden regelrechte „Schikanen“ eingebaut, entweder in einer oder in beide Fahrtrichtungen. In den Ortschaften ist darüber hinaus vorgesehen, an Fußgängerübergängen die Fahrbahnbreite von in der Regel 5,50 auf 4,50 Meter zu verringern. Diese Maßnahmen sollen mit insgesamt 450.000 Euro zu Buche schlagen.

Tempo 30 in Steinsel

Minister François Bausch hoffte denn auch, dass die Gemeinden bei diesem Vorhaben „mitziehen“ werden. Denn ohne ihre Unterstützung wird das ganze Vorhaben nicht durchführbar sein. Was den CR123 betrifft, so hob Bausch besonders das Beispiel der Gemeinde Steinsel hervor. Gemeinsam planten das Ministerium und die Gemeindeverwaltung die Einführung einer Tempo-30-Zone im Ortszentrum (Rathaus und Kirche) von Steinsel.

Die N7

In Sachen N7 wurde lediglich ein Vorschlag betreffend die Ortsdurchfahrt von Lintgen vorgelegt. Wie Minister Bauch und die Vertreter von „Ponts et Chaus-sées“ unterstrichen, wurden die Gemeindeverantwortlichen von Lintgen vor kurzem über das Vorhaben informiert, sie „haben sich bislang noch nicht dazu geäußert“. Wird diese bauliche Maßnahmen in Lintgen durchgezogen, so soll sie „Modellcharakter für die anderen Orte an dieser viel befahrenen Straße“ haben. In dem Zusammenhang müssen die Gemeinden allerdings noch kontaktiert werden.