LUXEMBURGJEFF KARIER

Ein dichteres Netz könnte bei der Kanalisierung des Pendlergrenzverkehrs helfen

In Bad Mondorf ist der Pendlerverkehr in den letzten Jahren immer stärker geworden. Aktuell soll dieser bei rund 10.000 Bewegungen pro Tag liegen. Der CSV- Abgeordnete und Bürgermeister von Grevenmacher, Léon Gloden, stellte daher eine parlamentarische Anfrage nach einer möglichen „Park and Ride“ (P&R) Lösung für das Grenzgebiet zu Lothringen. In seiner Anfrage wollte er wissen, ob ein grundsätzliches Interesse seitens unserer Regierung an einem solchen P&R System bestünde, der Luxemburger Staat gegebenenfalls ein solches Projekt mitfinanzieren würde und ob die Regierung bereit sei mit den Verantwortlichen in Bad Mondorf und Lothringen Sondierungsgespräche zu führen.

Nationales P&R-Konzept besteht

In der Antwort von Corinne Cahen, Ministerin der Großregion und François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, wird auf das P&R Konzept aus dem Jahre 2012 hingewiesen, „welches sowohl den Bestand an P&R Stellplätzen wie auch die zukünftige geplanten Stellplätze festhielt“. Allerdings seien darin nur nationale P&R- Anlagen enthalten, „da die luxemburgische Regierung die Planungshoheit bloß auf luxemburgischem Gebiet genieße.“ Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass bilaterale Gespräche mit den jeweiligen Verantwortlichen der Regionen geführt wurden, „um den grenzübergreifenden öffentlichen Transport zu fördern und zu verbessern“ und P&R Anlagen sind ein wichtiger Teil dieser Gespräche.

Weitere Anlagen sollen kommen

Im Bezug auf Bad Mondorf gäbe es bereits in Frisingen eine P&R- Anlage mit 268 Stellplätzen, die in den nächsten Jahren ausgebaut werden soll. Laut François Bausch sollen außerdem „einige französische regionale Autoritäten bereits dabei sein, P&R Projekte an strategisch wichtigen Punkten auszuarbeiten.“ Diese werden auf jeden Fall auf luxemburgischer Seite untersucht.

Was die Kosten der P&R-Anlagen, außerhalb der Grenzen des Großherzogtums, angeht, ist Minister François Bausch der Auffassung, dass „das luxemburgische Nachhaltigkeitsministerium die Betriebskosten der Buslinien übernimmt“ und die Kosten sowie der Unterhalt der P&R-Anlagen von den jeweiligen ausländischen Regionen übernommen werden sollte.