LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Ruf nach Förderung des Trinkwassers und Reduktion der Kunststoffabfälle in den Schulen

Eines unserer besten Lebensmittel müssen wir nicht aufwändig aus dem Laden nach Hause schleppen - es kommt zuhause aus der Wand und teuer ist es auch nicht - unser Leitungswasser. Sollte man nicht auch dafür sorgen, dass man auch anderswo als zuhause leicht an ganz normales Trinkwasser kommt? Etwa in den Schulen?

Mit diesem Thema beschäftigt sich die CSV-Abgeordnete Martine Mergen in einer parlamentarischen Anfrage an Umweltministerin Carole Dieschbourg (gréng) und Bildungsminister Claude Meisch (DP). Sie bezieht sich auf eine im November gestartete Kampagne des Schul-Cateringunternehmens „Restopolis“ mit dem Motto „Rethink your drink“. Die Kampagne richtet sich vor allem gegen zuckerhaltige Getränke. Grundsätzlich hat Martine Mergen nichts daran auszusetzen, allerdings bedauert sie, dass nicht auch das einfache Trinkwasser beworben wird, wodurch sich wohl auch die Verbreitung von Mineralwasser in PET-Flaschen zurückdrängen ließe.

Die Fragestellerin geht aber über das Thema Trinkwasser hinaus und beschäftigt sich auch mit dem Plastikmüll der in den Schulen anfällt. Ob man den Schülern mehr Recycling-Becher zur Verfügung stellen wolle, so wie es schon an einigen Schulen geschehe? Welche Anstrengungen werden unternommen, um den Konsum von einfachem Trinkwasser zu fördern? Wie will das Umweltministerium den Plastikmüll reduzieren, der aus den Schulen kommt.

Wiederverwenden ist besser als recyclen

Aus der gemeinsamen Antwort von Umwelt- und Bildungsministerium geht hervor, dass Recycling-Becher nicht der Königsweg sind, da deren korrektes Recycling nicht gewährleistet sei. Bei Restopolis ziehe man die Verwendung von Gläsern beziehungsweise von Porzellantassen in den Kantinen vor. Für eine Nutzung „to go“ wird noch nach einer entsprechenden Lösung gesucht. Auch prüft man den Verkauf von Mineralwasser in Glas- anstatt in Plastikflaschen.

Trinkwasserkampagnen laufen seit Jahren

In Sachen Förderung des Trinkwassers wird auf verschiedene Kampagnen der verschiedenen Wasserwerke, Trinkwassersyndikate und des Wasserwirtschaftsamtes verwiesen. Allen voran auf das Informationsprogramm von ALUSEAU und Wasserwirtschaftsamt von 2009 bis 2013 - unter anderem mit dem Internetauftritt www.drenkwasser.lu. Dazu zählte auch der „Waasserbus“ der zahlreiche Schulen angefahren hat um dort Aufklärungsarbeit in Sachen Trinkwasser zu betreiben.

Desweiteren wird auf Broschüren wie „l’eau potable au Luxembourg oder „eist Waasser“ verwiesen. Alle Informationen zum Trinkwasser könnten unter www.waasser.lu gefunden werden. Restopolis werde demnächst wiederverwendbare Trinkflaschen anbieten, die dann mit normalem Trinkwasser befüllt werden können.

Um in Zukunft Plastikmüll aus den Schulen zu vermeiden, ist eine interministerielle Arbeitsgruppe dabei, den Stand der Dinge zu erfassen und die einzelnen potenziellen Müllquellen aufzulisten.


www.drenkwasser.lu
www.waasser.lu