LUXEMBURG
MANUELA FOSCHI-HENNES

Sich ein Haustier anzuschaffen will wohl überlegt sein. Denn Hund, Katze und Co. brauchen Aufmerksamkeit und sich um sie zu kümmern kostet Zeit und Geld. Definitiv nicht gespart werden sollte dann, wenn es um die Gesundheit des Haustieres geht. Doch der Besuch beim Tierarzt kann teuer werden beziehungsweise sich schnell auf einen beachtlichen Betrag summieren. Manuela Foschi-Hennes, die selbst zwei Hunde hält, engagiert sich deshalb mit einer Petition dafür, den Mehrwertsteuersatz auf Veterinärrechnungen von 17 auf acht Prozent zu senken, um so die Kosten eines Tierarztbesuchs zu verringern.

„Als wir die letzte Rechnung des Veterinärs erhalten haben, hat mein Mann die Frage aufgeworfen, ob der Mehrwertsteuersatz von 17 Prozent nicht zu hoch sei und ob es sich nicht lohnen würde, eine Petition zu starten. Das haben wir dann gemacht.

Mit dieser Petition wollen wir erreichen, dass der Mehrwertsteuersatz für Besuche beim Tierarzt, die Behandlungen und Medikamente reduziert wird. Wir würden uns dafür aussprechen, dass der reduzierte TVA-Satz von acht Prozent, der beispielsweise auch beim Frisörbesuch oder für Heizkosten anfällt, angewendet wird. Das würde schon einen merklichen Unterschied machen.

Für eine einfache Konsultation beim Tierarzt kann man rund 35 Euro ohne Mehrwertsteuer rechnen. Anders als beim Hausarztbesuch bekommt man diese Kosten nicht zurückerstattet. Für eine Anästhesie kann man 45 Euro mit TVA, für eine Röntgenaufnahme nochmal 37 Euro veranschlagen. Diese Kosten summieren sich schnell. Wir haben aber auch von Fällen gehört, in denen sich die Rechnung am Ende auf über 1.000 Euro summierte.

Ziel dieser Petition ist es, Krankheiten bei Haustieren möglichst zu verhindern, also die Prävention zu verbessern. Es gibt viele Menschen, die aus Kostengründen zögern, zum Tierarzt zu gehen, was dann Risiken mit sich bringt. Die Gesundheit des Haustieres muss aber oberste Priorität sein. Wenn das Haustier gesund ist, ist auch der Mensch glücklich und er kann sicher sein, dass sein Haustier niemandem schadet. Man könnte auch über eine Art Krankenkasse oder Versicherung für Haustiere nachdenken, die einen Teil der Kosten zurückerstattet.“

Die Petition mit der Nummer 1331 kann noch bis 30. August auf der Webseite des Parlaments unterzeichnet werden: tinyurl.com/Petition1331