CLAUDE KARGER

Das Minister-Dasein „macht ganz einfach Spaß“, verriet dieser Tage Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch dem „Tageblatt“, das sich im Plausch mit Bausch teilweise überrumpelt fühlte, griff der fixe Grüne verschiedenen Fragen doch ziemlich vor. „Aber das muss man wohl bei einem Politiker, der mit hör- und sichtbarer Motivation am Werk ist, in Kauf nehmen“. Wie mag es da erst im Ministerium zugehen? Da gebe es laut Bausch eine Menge motivierter Leute, sogar ohne Parteikarten, aber: „Manchmal mache ich sie nur etwas nervös mit meiner Ungeduld, weil es mir trotzdem noch nicht schnell genug geht (lacht)“. Und à propos Partei: „Wenn man Minister ist, muss man die Parteizugehörigkeit ja auch in den Schrank stellen“, ganz nach Joschka Fischers Motto: „Innen grün, außen Minister“. Innen orange und außen auch ist indes der Steuermann der größten Oppositionspartei - auch er ein ungeduldiger Mensch, der mit seinem derzeitigen Parteiposten übrigens „sehr zufrieden“ sein soll -, der sich von einigen Fragen der „Wort“-Sommertalkerin vom Dienst überrumpelt gab: „Xavier Bettel oder Etienne Schneider?“ „Puhhh... Keiner von beiden“. „CSV-ADR oder Blau-Rot-Grün?“ „(Lacht) Mein lieber Schwan... Keines von beiden“. Na, Hauptsache, die Kirche bleibt im Dorf. Und es bleibt Sommer.