LUXEMBURG
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Nistkästenanbringung als Zusatzmaßnahme gegen Eichenprozessionsspinner

Sie sind lästig und können sogar richtig gefährlich werden: Die Larven der Eichenprozessionsspinner,  deren Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumatopoein  Haut, Atemwege und Augen gehörig reizen können. Dass ganze Wälder wegen dem Eichenprozessionsspinner gesperrt werden, ist mittlerweile üblich, denn diese Insektenart verbreitet sich schnell weiter.
Sie zu entfernen ist aufwändig: die Eichenprozessionsspinner werden abgesaugt, verbrannt, und manchmal auch mit einer chemischen Keule traktiert. Der DP-Abgeordnete Max Hahn berichtet in einer parlamentarischen Frage von „vielversprechenden Versuchen“  in Deutschland und den Niederlanden, Blau- und Kohlmeisennester in der Nähe der Eichenprozessionsspinnerplage einzurichten.  Bei diesen Vögeln handelt es sich nämlich um die natürlichen Feinde der Raupen.

Anti-Eichenprozessionsspinner-Aktionsplan

In Erwartung eines nationalen Aktionsplans gegen den Eichenprozessionsspinner hakt er so bei Umweltministerin Carole Dieschbourg nach, ob sie auch an die genannte biologische Lösung denkt. Ja, lautet die Antwort, gibt aber zu bedenken, dass die Singvögel „es nicht fertig bringen, eine ganze Eichenprozessionsspinner-Population“ zu eliminieren.
Nistkästen anzubringen sei immer nur als Zusatzmaßnahme zu anderen Bekämpfungsstrategien zu sehen. In Luxemburg werde das im Zusammenhang mit der Eichenprozessionsspinnerplage noch nicht praktiziert, aber im Rahmen der Forstverwaltung würden vielerorts Brutkästen angebracht. Auf jeden Fall komme die Meisenförderung in den Anti-Eichenprozessionsspinner-Aktionsplan. Aber flächendeckend Nistkästen aufzuhängen, mache keinen Sinn.