Wer musste sich nicht schon nach einem typisch Luxemburgischen Souvenir umsehen, um einem Bekannten oder Familienangehörigen aus dem Ausland eine Freude zu bereiten? Nach langer erfolgloser Suche endete man dabei meistens bei einer Auswahl Luxemburger Moselweine oder auch noch bei einem illustrierten Bildband über unser Land. Früher als Porzellanwaren von Villeroy&Boch noch „Made in Luxembourg“ waren, stellten diese eine willkommene Alternative dar. Diese sind heute noch gefragt, aber werden im saarländischen Mettlach hergestellt. Ein Besuch in einigen Souvenirläden sollte Aufschluss auf das Angebot hierzulande geben. Das Ergebnis war teilweise ernüchternd.
Made in China
Da gibt es viele Tassen, Teller und Gläser „Made in China“ mit Aufkleber die eine lokale Sehenswürdigkeit zeigen. Das gleiche gilt für T-Shirts und weitere Kleidungsstücke mit aufgedruckten Sprüchen wie „I like Luxembourg“. Beliebt sind auch Magnete mit Landschaftsbildern wie sie in allen Touristenorten weltweit zu finden sind. Als typisch „Luxemburgisch“ werden Puppen in einer rot, weiß, blauen „Nationaltracht“ angeboten.
Der Besitzer eines Souvenirladens in Vianden meinte der Verkauf von Souvenirs sei stark rückläufig. Dabei spiele der Preis eine entscheidende Rolle. So sei der Versuch,Original- „Peckvillercher“ zu verkaufen, am Preis gescheitert, genauso wie handgeformte Keramik aus der eigenen Werkstatt. Die meisten Betreiber von Souvenirläden bieten inzwischen auch Waren aus dem Freizeitbereich an. Am meisten verkauft werden Magnete, Teller und Tassen mit Landschaftsbildern.
Regionale Produkte beliebt beiEinheimischen
Origineller sind da schon die Andenken rundum den Esel, dem Maskottchen der Stadt Diekirch, welche vom „Syndicat d’Initiative“ im Informationsbüro angeboten werden. Eine Nachbildung vom Wetteresel, ein Eselspiel und Miniaturesel sind willkommene Souvenirs aus der Sauerstadt.
Etwas anders sieht es in den wenigen Läden aus, welche ausschließlich einheimische Lebensmittel anbieten. Das Angebot ist groß, ob allerdings Ausländer von „Téi vum Séi“, „Spelznuddelen“ oder auch „Ourdaller Mostert“ begeistert sind, sei dahin gestellt. So sind die Kunden dieser Geschäfte auch meist Einheimische, welche vorzugsweise regionale Produkte kaufen.
Allerdings ist ein Präsentkorb mit einer Auswahl von verschiedenen inländischen Produkten und einer guten Flasche Wein ein stets willkommenes Souvenir.




