LUXEMBURGNICO PLEIMLING

Nichtregierungsorganisation

Neben großen Nichtregierungsorganisationen, wie „Amnesty International“ oder „Médecins Sans Frontières“ beispielsweise gibt es viele weniger bekannte Vereinigungen, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz auch dazu beitragen, dass sich die Situation der Menschen in ärmeren Regionen unseres Planeten schrittweise verbessert. Die gemeinnützige Organisation „Appui au Développement Autonome asbl“ (ADA) zählt 30 feste Mitarbeiter und bis zu 15 freiwillige Helfer.

Eine Privatinitiative

Emmanuelle Lamberty, die Kommunikationsbeauftragte von ADA betont, dass 1994, dem Gründungsjahr der Organisation, in Luxemburg noch nicht viel von Mikrofinanz gesprochen wurde: „Die Gründerin von ADA, Mia Adams, war der Meinung, es sei gut, im Bereich der Mikrofinanz Hilfe zu leisten. Wichtig ist unsere Herangehensweise: Wir bieten eine Unterstützung, damit die Leute ihr Schicksal ab einem gewissen Moment selber in die Hand nehmen können.“

Leuten aus der Armut helfen

ADA arbeitet auf zwei Ebenen und unterstützt einerseits Mikrofinanzinstitutionen, also Banken, die den Leuten Finanzprodukte und -dienstleistungen anbieten. Diese Kunden werden nämlich von herkömmlichen Banken nicht bedient. Neben Mikrokrediten werden andere Produkte, wie Mikroversicherungen, Sparbücher, Geld-Transfers oder Mikrorenten angeboten. „Das Hauptziel ist aber, den Leuten aus ihrer Armut zu helfen, indem sie selber aktiv sind. Unsere Organisation setzt sich vor allem in fünf Regionen ein: in Latein- und Zentralamerika, Westafrika, Südostasien, der MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika) sowie in Luxemburg und der Großregion, wo wir planen, Mikrokredite anzubieten und derzeit ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Stiftung FUSE haben.“

Den Menschen Sicherheit geben

ADA hat in den letzten rund 20 Jahren viele Projekte gestartet und hilft den Banken, die anschließend im Kontakt mit der Bevölkerung sind. „Es geht darum, die Banken zu professionalisieren und mit spezifischen Produkten zu arbeiten. Zum Beispiel gibt es einen Mikrokredit für junge Unternehmer im Burkina Faso. Weiter gibt es in Afrika unter anderem einen Defizit im Versicherungsbereich. Wir arbeiten daran, in fünf Ländern eine Lebensversicherungsgesellschaft einzurichten, um den Unternehmern, die einen Mikrokredit aufgenommen haben, wie auch deren Familien, eine
Sicherheit zu geben.“

Die Nichtregierungsorganisation wird zu 70% von der Kooperationsabteilung des Außenministeriums und zu 30% mit Spenden von Privatleuten und Firmen finanziert. Im Rahmen des 20. Geburtstags sind viele Aktivitäten geplant, wobei man aber nicht zu sehr zurückblicken will, wie Emmanuelle Lamberty unterstreicht: „Wir arbeiten in der Innovation, deshalb ist es uns wichtig, nach vorne zu schauen.“