LUXEMBURG
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„Tabakkonsum und Lungengesundheit“ - Schwerpunktthema des Weltnichtrauchertages 2019

Jedes Jahr am 31. Mai begehen die Weltgesundheitsorganisation WHO und ihre Partnerorganisationen den Weltnichtrauchertag, an dem an die mit Tabakkonsum verbundenen gesundheitlichen und anderweitigen Risiken erinnert und für wirksame Konzepte zu seiner Bekämpfung geworben wird.

Weltweit sterben jährlich sieben Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, davon 900.000 Nichtraucher, die unfreiwillig dem Tabakrauch ausgesetzt sind, heißt es in einer Mitteilung der „Ligue médico-sociale“ zum Weltnichtrauchertag. Weltweit stellt der Tabakkonsum die zweithäufigste Ursache vorzeitiger Sterblichkeit dar: Alle sechs Sekunden ist ein Todesfall zu beklagen.

Das diesjährige Schwerpunktthema zum Weltnichtrauchertag lautet „Tabakkonsum und Lungengesundheit“ („Le tabac et la santé pulmonaire“).

Lungenkrebs

Rauchen ist weltweit für über zwei Drittel aller durch Lungenkrebs bedingten Todesfälle verantwortlich. Darüber hinaus erhöht Passivrauchen auch bei Nichtrauchern das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Lungenkrebs ist in den meisten Ländern der Europäischen Region der WHO die häufigste krebsbedingte Todesursache.

Atemwegserkrankungen und Asthma

Rauchen ist die häufigste Ursache von chronischen Atemwegserkrankungen wie chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), einer Erkrankung, die sich in schmerzhaftem Husten und quälenden Atembeschwerden bemerkbar macht. Sie verschärft auch Asthmaleiden, die den Aktionsradius von Menschen einschränken und zu Behinderung beitragen. Kinder, die Passivrauch ausgesetzt sind, tragen ein höheres Risiko in Bezug auf häufige Infektionen der unteren Atemwege sowie auf Ausbruch und Verschlimmerung von Asthmabeschwerden, Lungenentzündung und Bronchitis. Auch die Verknüpfung zwischen Rauchen und Tuberkulose ist hinreichend belegt, und die chemischen Bestandteile des Tabakrauchs können als Auslöser für latente Tuberkuloseinfektionen dienen. Bei Personen mit aktiver Tuberkulose kann Rauchen auch die Gefahr von Behinderung und Tod infolge von Ateminsuffizienz erhöhen.

Eine konsequente Umsetzung des Rahmenübereinkommens und anderer Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs wird Verbesserungen in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung bewirken und Menschenleben retten.