HAMBURG
DPA

Bei einer Messerattacke in einem Hamburger Supermarkt sind am Freitag ein Mensch getötet und vier verletzt worden. Am Nachmittag, kurz nach 15.00, betrat ein Mann den Supermarkt in einer belebten Einkaufsstraße im Stadtteil Barmbek und stach unvermittelt mit einem Küchenmesser auf Kunden ein. Das teilte die Polizei mit. Eines der Opfer wurde schwer verletzt.

Der Mann konnte zunächst flüchten, wurde aber von Passanten verfolgt, die den Mann laut Polizei schließlich kurze Zeit später auch überwältigten. Zunächst konnte der Tatverdächtige nicht identifiziert werden. Auch er wurde den Angaben zufolge leicht verletzt. Das Tatmotiv war ebenfalls noch unklar.

Die Polizei ermittle in alle Richtungen, sagte Sprecher Timo Zill. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Einschätzung seriös nicht möglich“, sagte Zill zu einem möglichen Terror-Hintergrund der Tat. Auch Berichte, wonach der Angreifer „Allahu Akbar“ gerufen haben soll, bestätigte der Sprecher nicht.

Hinweise auf einen zweiten Täter gab es laut Polizei zunächst nicht. Zuvor hatte sie mitgeteilt, es handele sich „definitiv“ um einen Einzeltäter. Meldungen über ein mögliches Raubmotiv hätten sich bisher nicht bestätigt, twitterte die Hamburger Polizei.

Kurz nach der Tat sicherten schwerbewaffnete Polizisten den Tatort im Stadtteil Barmbek. Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an, auch ein Rettungshubschrauber landete auf der Fuhlsbütteler Straße. Es komme zu Straßensperrungen, teilte die Polizei mit. „Bereich bitte weiträumig umfahren!“, schrieb sie bei Twitter.