CLAUDE KARGER

„Un vent nouveau souffle sur le Grand-Duché et les Luxembourgeois sont ravis“, schrieb gestern das Hochglanzmagazin „Paris Match“ unter dem Titel: „Glamour et relève assurée au Luxembourg“ zu den Nationalfeiertagsfeten. Dieser „coup de jeune“ habe einerseits mit dem jungen Premier zu tun - der gestern übrigens im Radio 100,7 ganz anti-ego-trip-mässig unterstrich: „Ech ginn net a Walen fir Premier ze sinn, ech ginn a Walen fir eng Politik ze maachen“ - aber auch mit der Erbgroßherzogin zu tun.

„Stéphanie apporte une décontraction inattendue à sa fonction“, wie „Paris Match“ schreibt, die sich über „la métamorphose charmante d‘un pays“ freut: „Si l‘on résumait trop facilement jusqu‘ici le Luxembourg à une place financière, il va falloir revoir son jugement“.

Es tut sich also mächtig was im Ländchen, das mitnichten in einem „Dornröschenschlaf“ liegt. In einem sommerlichen solchen liege derzeit aber laut Ansicht des „Télécran“-Durchsagers die hiesige Politik: „Man bekommt den Eindruck, dass Politik, dass politische Diskussionen, dass politische Auseinandersetzungen in diesem Land nicht mehr stattfinden“. Dabei - Achtung, Durchsage! - ist die politische Agenda kurz vor der Sommerpause rappelvoll und wird auf allen Kanälen diskutiert und gestritten, was das Zeug hält...