PASCAL STEINWACHS

So ein Außenministerleben kann ganz schön abwechslungsreich sein, musste Jean Asselborn in den letzten Tagen doch nach Bremen (wo er zu Gast bei Radio Bremen war), Berlin (wo er seinem Spezi Frank-Walter bei dessen Präsidentschaftskrönung zur Seite stand) und Teheran (wo er noch immer weilt) düsen, und dies ganz ohne Regierungsflieger. So beklagte er sich dann auch bei Radio Bremen, dass er „am Sonnabend bereits um 05.30“ aufstehen musste, um mit dem Flieger nach Bremen zu fliegen. Dort angekommen, erzählte er jedoch im Live-Talk auf der Bühne voller Stolz, dass er in seiner langen Dienstzeit schon „ziemlich“ herumgekommen sei: „Ich stamme aus einem kleinen Land. Kleine Länder haben großes Ausland. Da muss ich viel fliegen.“ Auch erzählte Asselborn hier von einer Wanderung mit Frank-Walter Steinmeier und dem ehemaligen Präsidenten Österreichs, Heinz Fischer, in dessen Heimat: „Das war an der Mur, aber ich weiß nicht genau, wie das Ding da hieß. Wir sind dann auf einen großen Berg, vorher war Sturm und die Bäume lagen da wie Mikado. Einer ist darüber gehuscht, wie ein Marder. Das war der Frank“. Und über sein erstes Auto gab unser Außenminister ebenfalls Aufschluss: „Das hatte aber schon gleich am ersten Tag eine Beule“. Und die Iraner sind Schiiten...