DETROIT
AP

Der japanische Zulieferer Takata zahlt für seine defekten Airbags in den USA eine Milliarde Dollar (940 Millionen Euro) an Strafen und Entschädigung. Das Unternehmen habe sich schuldig bekannt, die Mängel vertuscht zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Detroit am Freitag mit. Takata und drei ehemalige Angestellte wurden zudem in dem Fall angeklagt. Weltweit kamen durch die defekten Airbags 16 Menschen ums Leben, elf davon allein in den USA.

Die drei Angeklagten sollen bereits im Jahr 2000 damit begonnen haben, Testergebnisse zu manipulieren, um so die Mängel bei den Airbags zu verschleiern. Diese bliesen sich zum Teil zu schnell auf, so dass sie explodierten und Metallsplitter herausschleuderten. Der Fall führte zum größten Rückruf in der Geschichte der US-Autoindustrie, mit 42 Millionen Wagen verschiedener Hersteller und 69 Millionen Airbags. Der Großteil der verhängten Strafe, 850 Millionen Dollar, soll an die Autohersteller gehen, die bei Takata die Airbags gekauft hatten.