Locker, flockig, „Traudech“. Fast ohne Zorn blickt der ehemalige LSAP-Tausendsassa Lucien Lux im „Wort“ auf seine Zeit im Polit-Zug zurück, von dem er abspringen musste, nachdem es nicht mehr für den Einzug in die „Chamber“ reichte. Nun ja, ganz raus ist der Ex-Sozen-Vorsteher nicht, sitzt er doch auf Vorschlag der Regierung noch im Staatsrat. Ansonsten übt er sich, nachdem die Sache mit dem „Spindoktor“-Posten beim Vize-Premier nichts wurde, als Berater für alle Lebenslagen, etwa für seinen Schbezl Becca im „Ban de Gasperich“. „Ich will das während meiner Laufbahn Gelernte positiv einbringen“, sagt der frühere Minister. Gewinnbringend versteht sich, denn der Jungunternehmer muss seinen Betrieb ja auf Touren halten. Und der eine oder andere Trip nach Minga (hochdeutsch: München) muss für den Bayern-Fan schon drin sein. „Die Verkrampftheit löst sich“, freut sich der nunmehr freiere Genosse, dem allerdings noch einige Klösse im Hals stecken: Seine Abstrafung bei den Wahlen 2009 wegen der Autosteuer, die „Shitstorms“ Wickringen/Liwingen und SREL - bei letzterem habe sich der damalige Premier in sein „Schneckenhaus zurückgezogen und wir sind mit Vollgas in die Mauer gerannt“ - und die Geringschätzung, die manche dem gelernten Gewerkschaftler entgegen bringen, weil er kein Uni-Diplom hat. Is do wuàschd, ned woa?
Minga
journal.lu - 17.08.2014

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