KOCKELSCHEUER
CORDELIA CHATON

Der Parc Luxite in Kockelscheuer verfügt über 65 Hektar -Technologie und Eco-Unternehmen willkommen

Charles-Louis Ackermann hat einen langen Atem bewiesen. Der Präsident von Accumalux und der Poudrerie de Luxembourg arbeitet seit 1999 an einem Technologie-Park auf dem riesigen Firmengelände. Jetzt, nach 15 Jahren, ist es soweit. „ParcLuxite“ heißt die neue Ansiedlungsmöglichkeit für Unternehmen. Das „Journal“ stellt sie exklusiv vor. In ihrer Endphase wird sie 65 Hektar umfassen. Dann sollen rund 40 Unternehmen und 1.600 Mitarbeiter auf Kockelscheuer arbeiten. Der Name „Luxcite“ ist eine Anspielung an die Unternehmensgeschichte der Poudrerie de Luxembourg. Der Hersteller von weltweit exportierten Spritzgussgehäusen für Batterien geht auf den Sprengstoffproduzenten der „Poudrerie de Luxembourg“ zurück, der 1872 in den Wäldern vor der Stadt gegründet wurde. Aus „Luxembourger Dynamite“ wurde „Luxite“. Aus dem etwas pittoresk-verschlafenen Gelände im Grünen soll ein Mini-Sillicon-Valley werden.

„Heute ist die Umgebung ein echtes Plus. Wir liegen sehr zentral, nah an der Stadt, der Autobahn und dem Flugplatz - und trotzdem im Grünen“, erklärt Ackermann die Vorzüge. Er will vor allem Unternehmen aus dem Bereich Technologie und Ökologie anziehen. „Wir brauchen gar nicht zu werben, es gibt schon viele Anfragen“, versichert Venant Krier, der als Direktor für den Parc Luxite zuständig ist. Er geht davon aus, dass die Nähe zur Universität sowie zu Forschungszentren wie dem Centre Henri Tudor oder dem Centre Gabriel Lippmann weitere Vorteile sind.

In einer ersten Stufe stellt der ParcLuxcite 36 Hektar zur Verfügung. „Wir haben zwei historische Gebäude komplett modernisiert. Da sind schon die ersten Mieter drin“, sagt Krier. Kommendes Jahr will er die Infrastruktur weiter ausbauen. Die Anschlüsse für Gas, Wasser, Telefon und Kanalisation stehen aber bereits. Die ersten Mieter sind eine Wohnungsbauverwaltung, ein Inneneinrichter, ein Architektenbüro, ein Feuerlöscher-Vertrieb, ein Versicherer und ein Logistik-Unternehmen. Weitere Gebäude stehen zur Restaurierung bereit. „Wir bieten Bürogrößen von 100 m2 bis 300 m2 an, die für kleinere Unternehmen interessant sind. Außerdem liegen wir sehr zentral“, stellt Ackermann fest.

Neben den historischen, restaurierten Gebäuden gibt es vierzig Parzellen, auf denen Unternehmen selbst bauen können. Ackermann und Krier betonen den guten Anschluss an das öffentliche Netz. Unter anderem gibt es einen Park&Ride-Parkplatz nahe bei. Eine Anbindung ans Busnetz folgt eventuell noch. Zum Bahnhof und zum Containerterminal sind es fünf Minuten, zum Flughafen Findel eine Viertelstunde.