LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Die Vorgeschichte der gelben Kreaturen im Kino

Im Jahr 2010 lernte die Filmwelt die Minions kennen, kleine gelbe, eigentlich süße ein- oder zweiäugige Kreaturen mit blauer Latzhose, einer runden Brille und eine eigene Sprache sprechend, die dem Spanischen ähnelt. Im Animationsfilm „Despicable Me“ waren sie die Assistenten des Superschurken Gru, der den Mond stehlen wollte, damit seine Mutter stolz auf ihn sein würde. Drei Jahre später kehrt die Sippschaft auf die Kinoleinwände zurück. 2015 soll die Welt jedoch erfahren, wo diese gelben Männchen herkommen. „Despicable Me“-Regisseur Pierre Coffin und Kyle Balda lösen das Rätsel in „Minions“, einem köstlichen Spaß, den man sich nicht entgehen lassen darf.

Es war einmal …

… vor Beginn der Menschheit. Die Minions entwickeln sich wie alle Lebewesen aus einer Zelle. Sie haben den Drang in ihren Genen, einem verabscheuungswürdigen Wesen zu dienen. Zuerst ist das ein Tyrannosaurus Rex, dann der Urmensch und über die Jahre dienen sie unter anderem Napoleon oder Dracula. In ihrer Tollpatschigkeit bringen sie ihre Herren des Öfteren in tödliche Bedrängnis, bis sie sich in eine Eishöhle zurück ziehen. Das Leben ist hier anfangs noch lustig und gemütlich, bis Langweile und Trägheit ihre Existenz fast zum Stillstand bringen. Kevin hat daher die Idee, einen neuen Meister zu suchen. Zusammen mit Bob und Stuart bricht er auf und sie stranden in New York. Hier erfahren sie von einem Treffen der Superschurken in Orlando, wohin sie die kriminelle Familie Wilson mitnimmt. Auf der „Vilain-Con“-Convention gefällt ihnen die einzige Schurkin, Scarlet Overkill, am besten. Und es gelingt ihnen, sich als ihre neuen Assistenten zu bewähren. Scarlet will, dass die Minions die Krone der britischen Queen – in der Sprache der Minions „La Cucaracha“ - klauen, so dass sie sich diese aufsetzen und zur Königin gekrönt werden kann.

Die Sache mit dem Schwert

Den Minions gelingt der Diebstahl, nur ist da ein Schwert in einem Stein, das Bob heraus zieht. Der Rest wird hier nicht verraten, denn mit „Minions“ kommt ein Animationsfilm - auch in 3D - in die Kinos, der die Lachmuskulatur gehörig in Bewegung hält. Die Hauptgeschichte fängt 1968 an, 42 Jahre vor Gru, in einer Zeit, wo die Welt noch in Ordnung war, und die Popmusik noch von Hand gemacht wurde. Der Film ist voll gespickt mit Anspielungen auf bekannte Filme oder Filmfiguren. Von „Jurassic Park“ über „Singin’ in the Rain“ bis zu „Mister Bean“ finden sich Referenzen, die ein Filmfan mit Leichtigkeit erkennen wird. Das junge Publikum wird diese parodistischen Anspielungen sicher nicht so leicht verstehen. Zum Schluss taucht ein alter Bekannter auf, eigentlich müsste man sagen, ein junger Unbekannter, den man 2017 wahrscheinlich in „Despicable Me 3“ wiedertreffen wird. Sandra Bullock verleiht Scarlet ihre Stimme, während Jon Hamm Herb Overkill, ihren Mann, spricht. Michael Keaton, Geoffrey Rush, Allison Janney und Steve Carrell sind weitere bekannte Schauspieler, die den Figuren ihre Stimme leihen. Noch ein Tipp: Wer die absolut verrückte Minions-Fassung des Beatles-Hits „Revolution“ sehen will, muss bis ganz zum Schluss sitzen bleiben. Es lohnt sich!