ESCH/ALZETTE
PASCAL STEINWACHS

Unterrichtsminister Claude Meisch stellt Neuheiten zur Schulrentrée vor

Unterrichtsminister Claude Meisch (DP) hat zwar bereits eine Menge Pressekonferenzen abgehalten, doch die Begeisterung für die ihm am Herzen liegenden Themen ist ungebrochen.  So auch gestern bei seiner Pressekonferenz zur Schulrentrée, die diesmal  - der Minister läutet die Rentrée jedes Jahr in einer anderen Schule ein - im Escher „Lycée Hubert Clément“ stattfand, nachdem er am Freitag vergangener Woche bereits die Details zur sanitären Rentrée vorgestellt hatte, will heißen die Regeln, die Schüler und Lehrer wegen der Corona-Pandemie in den Schulen beachten müssen.

Das Motto der diesjährigen Rückkehr auf die Schulbänke  lautet  „Maximal Chancen fir d‘Bildung a minimal Chancen fir de Virus“, wobei es dem Minister zufolge im Schuljahr 2020/2021 vor allem um das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen geht, deren Freiheiten während den vergangenen Monaten stark eingeschränkt wurden, sowie um die Schaffung von Zukunftsperspektiven. Der Slogan der Pressekonferenz war dann auch „Mir këmmeren eis. Wuelbefannen an Zukunftschancen“.

„Einfach kodéieren“

Noch mehr Wert soll in Zukunft auf das Digitale gelegt werden, das in der Corona-Krise bekanntlich eine große Rolle gespielt habe. Eine der wichtigsten Projekte bei dieser Rentrée stelle „einfach kodéieren“ dar, das jetzt im vierten Zyklus der Grundschule eingeführt werde und sich in die Anfang des Jahres gestartete Initiative „einfach digital - Zukunftskompetenze fir staark Kanner“ einfüge. Ab der Schulrentrée 2021/2022 werde das Coding dann überall in der Grundschule Einzug halten und in den unteren Lyzeumsklassen zum Schulfach werden, um die Grundprinzipien der digitalen Welle kennenzulernen. Die Grundschullehrer seien hierauf vorbereitet worden und würden bei ihrer Arbeit durch 15 spezialisierte Lehrer unterstützt.

„one2one“

Ausgebaut werde auch das Programm „one2one“, das darin bestehe, alle Schüler des Sekundarunterrichts mit einem iPad auszustatten. Allein in diesem Jahr sollen 15.500 iPads angeschafft werden.

„diplôme +“

Ganz neu ist indes die Ausbildung „diplôme +“, die für alle Schüler gedacht ist, die zwar ihr Diplom bekommen haben, aber wegen der Situation auf dem Arbeitsmarkt oder der Corona-Einschränkungen an den Universitäten und Hochschulen nicht direkt arbeiten gehen oder ihr Universitäts- oder Hochschulstudium aufnehmen können. Das Ausbildungsprogramm „diplôme +“ soll dafür sorgen, dass die Schüler ihre Kompetenzen weiter vertiefen können, dies unter anderem auch im digitalen Bereich. Somit würden sich die Chancen, verbessern, danach einen Arbeits- oder Studienplatz zu finden.

Nachhilfekurse für alle Angeboten werden des Weiteren Nachhilfekurse für alle schon vom ersten Trimester an, hätten die Schüler durch die Covid-19-Pandemie doch in den vergangenen Monaten zum Teil viel verpasst.

Neue Angebote in den Lyzeen

In den Lyzeen gibt es indes neue Angebote, so zum Beispiel in der „Ecole de Commerce et de Gestion“ (ECG), wo zwei neue Sektionen eingeführt werden, nämlich „finance“ und „marketing, media, communication“. Im „Lycée privé Emile Metz“ (LPEM) wird derweil ab dieser Rentrée die spezielle Ausbildung „smart materials“ angeboten, wohingegen man sich im Escher „Lycée des Garçons“ (LGE) auf Englisch auf das Internationale Abitur vorbereiten kann.

Der Minister sprach auf der gestrigen Pressekonferenz aber auch das Tabuthema Selbstmord unter Schülern und Jugendlichen an, das man nicht verschweigen dürfe. Auf die Probleme der Kinder mit Problemverhalten müsse man dann auch reagieren. Richtig orientieren müsse man indessen die Schüler, die aus dem Ausland kommen würden...