Es gibt welche, die nicht müde werden, auf allen Kanälen davor zu warnen, unter den Flüchtlingen aus dem Mittleren Osten, würden sich radikale islamistische Attentäter verstecken.
Nun, dass Verrückte mit im Grunde genau dem gleichen intoleranten Gedankengut längst unter uns weilen, hat das Attentat in Köln am Samstag bewiesen.
„Aus fremdenfeindlichen Motiven“ wie es heißt, stach ein Mann Henriette Reker, die parteilose Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt, die sich immer wieder für die Integration von Flüchtlingen stark gemacht hat, nieder und verletzte sie schwer.
Auch vier anderen Personen fügte er zum Teil schwere Verletzungen zu.
Sie sind zum Glück nun außer Lebensgefahr. Gegen den puren, grundlosen Hass setzten die Kölner sofort ein wichtiges Zeichen: Die Wahl fand trotzdem statt - Reker gewann sie haushoch.
Es ist klar, dass der deutsche Rechtsstaat den Angreifer mit aller Härte bestrafen muss. Er muss aber auch mit aller Härte gegen jene vorgehen, die diesen Hass schüren.
Wer mit Galgen und Guillotinen mit Politikernamen drauf auf Demos auftritt - wie rezent bei Pegida-Kundgebungen gesehen - stiftet Verrückte wie den Attentäter von Köln geradezu an, zur Tat zu schreiten. Das tut auch der, der - meist anonym - im Internet hetzt.
Artikel zum Thema: Kölner Attentäter war auch in Luxemburg


