LUXEMBURG
CLAUDE RALINGER

Wer an diesem Sonntag unterwegs ist, riskiert besonders viele Motorräder, Trikes und Quads zu begegnen. Der Grund: nach mehreren Jahren Pause organisieren die „Charity Bikers“ wieder ihren „Stärentour“. Um was es geht, erklärten uns Claude Ralinger und seine Vereinsfreunde.

„Wir hatten im vergangenen Jahr neun tote Motorradfahrer auf unseren Straßen zu beklagen. Außerdem gab es eine Anzahl Verletzter und sogar Schwerverletzter. Wir müssen als Motorradfahrer auch selbst aktiv werden, um für die Sicherheit im Straßenverkehr zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Deshalb fahren wir den ‚Stärentour‘“, sagt Claude Ralinger, der Sprecher der „Charity Bikers“. Der Verein wurde von einem „harten Kern“ von Freunden gegründet, alles eingefleischte Motorradfans, die jedes Jahr eine Aktion für einen guten Zweck starten. Beim „Stärentour“ sammeln die „Charity Bikers“ an diesem Sonntag Geld für die „Association des Victimes de la Route“. Das geht so: die Teilnehmer, die sich ruhig spontan dem „Stärentour“ anschließen können, zahlen 15 Euro beim Start am Sonntagmorgen um 9.00 beim Sitz des ‚Automobile Club‘ in Helfenterbrück. Dafür gibt es eine Tasse Kaffee und ein Croissant. Um 10.00 geht es dann los mit der Tour, bei der die Verkehrsordnung strikt einzuhalten ist und „Guides“ der „Charity Biker“ den anderen Teilnehmern zeigen, wo’s lang geht. Die Strecke ist zudem ausgeschildert. Die Tour führt zunächst über 81 Kilometer über Simmern, Bissen, Nommern und Befort bis nach Echternach, wo die Teilnehmer gegen 11.30 ankommen und Gelegenheit haben, zu Mittag zu essen – entweder in der Stadt oder der Umgegend oder auf dem Parkplatz bei der Schule in Echternach. Dort hält gegen 14.00 der Direktor des Priesterseminars Jean Ehret – übrigens selbst ein begeisterter Motorradfahrer – einen ökumenischen Gottesdienst mit anschließender Einzelsegnung der Motorräder ab.

Eine besondere Station der Tour, die Nachmittags auf insgesamt 95 Kilometern zurück in den Westen des Landes über Osweiler, Olingen, Greiweldingen, Weiler-la-Tour und Roeser führt, ist die Gedenkstätte für die Verkehrsopfer in der Nähe von Junglinster. Dort wird gegen 15.00 die Straße gesperrt, damit die „Stärentour“-Teilnehmer nach einer Kranzniederlegung am Monument eine Schweigeminute für die Verkehrsopfer abhalten können. Endstation der Tour, die vom ACL unterstützt und begleitet wird, genau wie von der Polizei, ist das Industriegebiet Bommelscheuer in Käerjeng, wo ab 16.30 für gastronomische und musikalische Genüsse gesorgt ist. „Der ganze Erlös der Veranstaltung geht an die ‚Association des Victimes de la Route‘“, unterstreicht Claude Ralinger. Mehr Infos zur „Stärentour“ gibt es in Facebook unter dem Profil „Stärentour“.