LUXEMBURG
SVEN WOHL

Luxemburgs Forschungslandschaft ist breit aufgestellt

Innovation ist nicht nur ein beliebter Begriff des Marketings und des Nationbrandings. Innovation bringt die Wirtschaft voran, kann neue Wirtschaftszweige eröffnen und ist ein gefragtes Gut in einer sich schnell entwickelnden Gesellschaft. Luxemburg versucht sich bereits seit geraumer Zeit in der Forschung zu etablieren. Dies zeigt sich allein durch die zahlreichen Akteure, die im Forschungsbereich mittlerweile im Großherzogtum etabliert sind.

Zahlreiche Themen abgedeckt

Einer der wichtigsten Grundsteine einer jeden Forschungsnation ist eine Universität. An der Universität Luxemburg wird in unterschiedlichen Gebieten und Sparten geforscht: Computerwissenschaften, systemische Biomedizin und Europäisches Recht sind einige der Felder, die hier im Fokus stehen. Neben dieser etwas breiteren Herangehensweise haben sich in Luxemburg auch spezifischere Institute etabliert. So etwa das „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST). Unter anderem wird hier im Bereich der Nanotechnologien und Nanomaterialien geforscht. Den Gesundheitsbereich dagegen deckt das „Luxembourg Institute of Health“ (LIH) ab. Mit sozialwirtschaftlichen Aspekten beschäftigt sich dagegen das „Luxembourg Institute of Socio Economic Research“ (LISER). Sie decken in diesem Rahmen die Aspekte der Lebensbedingungen in Luxemburg, der Urbanisierung und des Arbeitsmarktes ab. Nicht zu unterschätzen ist indes die Forschung, die auch in den kulturellen Institutionen, allen voran Museen betrieben wird. Das „Centre National de la Littérature“ deckt beispielsweise die Literaturforschung ab, während das „Musée national d’histoire naturelle“ (MNHN) sich um Themen wie die Biodiversität bemüht.

Während der öffentliche Bereich stark aufgestellt ist, investiert auch die Privatwirtschaft in die Forschung. Dazu gehören namhafte Unternehmen wie Goodyear, Delphi, Ceratizit und natürlich ArcelorMittal sowie SES. Einer der Bereiche, der international für Aufsehen gesorgt hat, ist natürlich die Weltraumforschung. Hier möchte sich das Großherzogtum als Gigant der Forschung und Entwicklung etablieren. Die Weltraumforschung wird natürlich auch von öffentlicher Seite, etwa durch das LIST, gefördert, doch private Unternehmen, wie SES, sind in diesem Bereich ebenfalls aktiv. Es handelt sich hierbei um ein gutes Beispiel, wie bestehende Akteure in neue Innovationsvorstöße integriert werden können, um so neue Unternehmen anzulocken und die Forschungslandschaft so weiter zu dynamisieren.