LUXEMBURG
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Energieminister: Luxemburg auf gutem Weg, 11-Prozent-Ziel zu erfüllen

Die Regierung gibt sich weiter zuversichtlich, ihr Elf-Prozent-Ziel an erneuerbaren Energien im Gesamtenergieverbrauch in diesem Jahr zu erreichen. 2018 lag der Prozentsatz bei 9,06 Prozent, etwas weniger als drei Prozentpunkte mehr als noch 2017. Wenn das Ergebnis von 2018 zum größten Teil auf eine nationale Eigenanstrengung zurückgeht, so greift zum Teil aber auch der statistische Transfer mit Litauen und Estland. Darüber informiert Energieminister Claude Turmes (déi gréng) die Abgeordnete Semiray Ahmedova (ebenfalls déi gréng). Durch diesen Mechanismus können bis zu zwei Prozent der elf Prozent abgedeckt werden.

Aufschluss gibt die Antwort auf die parlamentarische Anfrage ebenfalls über die Entwicklung der Photovoltaikanlagen und Windräder sowie ihrer Leistung und jährlichen Produktion. So stieg die Zahl der Windräder zwischen 2013 und 2018 „nur“ um 35 Prozent auf 69 an. Weil verschiedene Windkraftanlagen durch leistungsfähigere Varianten ersetzt wurden, verdreifachte sich jährliche Stromgewinnung aber auf rund 254.600 Mwh im Jahr 2018.

Waren 2013 im Großherzogtum noch etwa 4.454 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 95 MW installiert, so stieg ihre Anzahl 2018 auf knapp 7.000 an. Die jährliche Stromproduktion legte von rund 74 Gigawattstunden auf 120
Gigawattstunden zu. Mit einer installierten
Leistung von 222,6 Watt pro Einwohner
(EurObserv’ER 2019) platziere sich das Luxemburg damit auf Platz 7 in der EU, hält der Grünen-Minister fest. In der Windkraft sei es der 15. Platz (EurObserv‘ER 2018) mit 196,4 kW. Damit finde sich Luxemburg in Nachbarschaft von Ländern mit Möglichkeiten von Offshore-Windparks wieder, wie Frankreich (Platz 14) oder die Niederlande (Platz 11).

Der Anteil erneuerbarer Energien im Endverbrauch (ohne statistische Transfers) betrug 9,13 Prozent (Strom, +1,08 Prozent gegenüber 2017) in 2018, 8,78 Prozent (Wärme, +1%) und 6,54 Prozent (Verkehr, +0,1%).