LUXEMBURG
NICO PLEIMLING

Jugendhäuser präsentieren sich und ihre Jobs am Samstag

Schon zum siebten Mal organisiert die „Entente des Gestionnaires des Maisons de Jeunes“ (EGMJ) am kommenden Samstag, dem 4. Mai einen Tag der offenen Tür in den Jugendhäusern.

Das Motto lautet in diesem Jahr „Arbeiten im Jugendhaus - Das Jugendhaus als Arbeitsplatz von qualifiziertem Personal“. Eltern und ihre Kinder haben somit zwischen 15.00 und 18.00 die Möglichkeit, sich in einem der 69 Jugendhäuser zu informieren.

Die Wahl des Mottos

Roberto Traversini, Präsident der Entente machte sich länger Gedanken darüber, ob die Wahl des diesjährigen Mottos die richtige sei: „Da der Sektor praktisch unter einer permanenten Personalfluktuation leidet, war es letzten Endes klar, dass wir das Thema am 4. Mai präsentieren sollten.

Derzeit sind rund 900 Erzieher in der Ausbildung, aber da viel Personal nicht länger als fünf bis zehn Jahre in einem Jugendhaus bleibt, werden immer neue Mitarbeiter gesucht.“

Die Arbeit im Jugendhaus ist durchaus attraktiv, abwechslungsreich und lehrreich, wie Simone Grün, Direktionsbeauftragte der EGMJ unterstreicht: „Bei diesem Job hat man sehr viel Freiheit, allerdings gibt es gleichzeitig viel Druck von den Jugendlichen und man muss sich immer wieder an neue Situationen anpassen.“

Mit Vorurteilen aufräumen

Im Schnitt sind die Mitarbeiter in den Jugendhäusern zwischen 30 und 40 Jahre alt, das Gehalt entspricht aber nicht immer ihren Qualifikationen. Den interessanten Job kann man aber durchaus als Sprungbrett für die weitere berufliche Karriere ansehen. Der Tag der offenen Tür am Samstag ist unterdessen auch Teil der Image-Kampagne, um mit einigen Vorurteilen aufzuräumen, wie Simone Grün erklärt: „Es wird immer wieder behauptet, dass die jungen Leute in den Jugendhäusern Alkohol oder Drogen konsumieren. Das stimmt so nicht und es geht vor allem darum, dass Jugendliche, die irgendeine Form von Hilfe brauchen oder sich über dieses wie auch jenes Thema informieren wollen, im Jugendhaus an der richtigen Adresse sind."

Fünf Bereiche abdecken

In den Jugendhäusern betreuen in der Regel Sozialpädagogen und Erzieher Jugendliche im Alter zwischen 12 und 26 Jahren. Dabei ist gesetzlich festgelegt, fünf Bereiche der pädagogischen Arbeit zu abzudecken: Prävention, Information, Formation, Begegnung und Animation.

Dem pädagogischen Personal in den Jugendhäusern kommt somit eine große Rolle und Wichtigkeit zuteil. Der Beruf ist sehr facettenreich und vielschichtig, da die Erzieher die Jugendlichen im Rahmen der Entwicklung ihrer Persönlichkeit begleiten. Das Personal zeichnet sich durch persönliche, fachliche und administrative Kompetenzen sowie ein pädagogisches Hintergrundwissen aus.

Am Samstag präsentieren einige Jugendhäuser unterschiedliche Aktivitäten, andere haben nichts Besonderes vorgesehen und werden lediglich ihre Arbeit vorstellen. „Jedes Jugendhaus ist anders und daher gibt es hier im Land eine große Diversität“, so Simone Grün.

Besonders angesprochen und eingeladen sind alle Bewohner der Gemeinden, in denen sich ein Jugendhaus befindet. Weiter sind alle Interessierten eingeladen, sich einfach mal ein Jugendhaus von innen anzusehen, im die Jugendlichen und ihre Erzieher im Umgang miteinander zu erleben.

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