LUXEMBURG
SVEN WOHL

Das Therapieangebot in der Psychomotorik steigt,doch nicht in allen Bereichen

Der Bedarf an Therapieangeboten im Bereich der Psychomotorik steigt. Dabei wird die Psyche mit der Bewegung in Verbindung gebracht. Dies ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen von großer Bedeutung. Jedoch soll es in Luxemburg immer schwieriger werden, Therapiestunden in diesem Bereich zu ergattern. Georges Engel, Abgeordneter der LSAP, richtet sich in einer parlamentarische frage an Lydia Mutsch (LSAP), Ministerin für Gesundheit, und Romain Schneider (LSAP), Minister für soziale Sicherheit.

Starke Unterschiede

Seitens der Ministerien kann diese Information des Abgeordneten jedoch nicht unbedingt bestätigt werden. Während die Freiberufler in diesem Bereich in ihrer Zahl stagnieren, würde die Zahl in anderen Aktivitätsbereichen steigen. Somit würde 24 freiberufliche Praxen mit 25 Therapeuten existieren, jedoch insgesamt 158 Therapeuten in sämtlichen Institutionen. So zumindest der Stand zum 31. Dezember 2017.

Wer einen Blick auf die Dienste der Therapeuten wirft, die gegenüber der Krankenkasse gemeldet wurden, stellt fest, dass noch lange nicht jeder Therapeut in diesem Bereich gleich stark aktiv ist. Ein wenig unter 50 Therapeuten belasten mit ihren Diensten die Krankenkasse. Wenn man 2.500 Euro an Belastungen der Krankenkassen als Minimum im vergangenen Jahr ansetzt, so wären es gerade noch 40. Den Ministern zufolge haben in etwa zehn Freiberufler keinerlei Aktivität an die „Caisse Nationale de Santé“ CNS für die erste Hälfte 2018 gemeldet.

Laut dem Register der Psychomotorik-Therapeuten befindet sich die Zahl der Therapeuten in einem konstanten Wachstum. Diese sei jedoch hauptsächlich im Bereich der Krankenhäuser, Pflegeheimen und anderswo zu beobachten.

Eine Aufwertung des Berufes ziehen die Ministerien nicht in Betracht. Eine spezifische Aufwertung durch Gehälterabkommen oder durch gesetzliche Maßnahmen würden außerdem die aktuell vorhandenen Mechanismen der Tarifverhandlung untergraben.