LUXEMBURG
SVEN WOHL

Hacker greift an, Konto ist weg: Wir zeigen, was zu tun ist

Jetzt ist es passiert: Das Profil ist gehackt und selbst das Zurücksetzen des Passworts funktioniert nicht mehr. Was kann man da tun? Zum Glück haben hier die meisten Anbieter spezifische Hilfeseiten im Angebot. Wir haben uns einmal angeschaut, wie die verschiedenen Plattformen darauf reagieren können.

Hilfe per Fragebogen

Die wohl wichtigste Plattform dürfte Facebook sein. Unter der im Infokasten genannten Adresse nimmt man an einem kurzen Fragebogen teil, der einem hoffentlich dabei hilft, eine Lösung für das Problem zu finden. Die anfänglichen Optionen sind klar strukturiert: Hat man nur einen Post entdeckt, den man nicht selbst gemacht hat? Oder hat sich gar jemand das Konto ohne das eigene Zutun unter den Nagel gerissen?

Auch Google bietet eine große Palette an Hilfestellungen. Die sind vor allem deshalb so wichtig, weil für viele Internetnutzer das Google-Mailkonto genutzt wird, um sich auf anderen Seiten anzumelden oder zu registrieren. Deshalb ist es für Hacker und Betrüger auch eine solch lohnenswerte Beute, vor allem in Kombination mit einem Android-Smartphone, wird das Betriebssystem ebenfalls von Google hergestellt. Hier empfiehlt es sich also, Vorsorge zu betreiben. Das heißt: Wiederherstellungsmail angeben und Handynummer hinterlassen.

Das ist letztlich auch bei Twitter zu empfehlen. Denn beim Wust an Drittanbieter-Apps, die man im Verlauf der Zwitscherkarriere zulässt, kann schnell etwas schief gehen. Plötzlich tauchen da Tweets auf, die man gar nicht machen wollte. Wer das feststellt, sollte unbedingt das Passwort ändern, Zweifaktor-Anmeldung aktivieren und die zugelassenen Drittanbieter überprüfen. Ein Wechsel der E-Mail-Adresse wird hier übrigens immer mit einer Bestätigungsmail begleitet, die sich widerrufen lässt.
PayPal gut schützen

Während ein solcher Fall bei den sozialen Netzwerken in erster Linie peinlich ist, kann es bei PayPal richtig ins Geld gehen. Hier lassen sich zum Glück Geldüberweisungen stornieren und das Konto über einen Fragekatalog wieder an sich reißen. Vorausgesetzt, die E-Mail, die man verwendet, ist immer noch oder wieder sicher.

Bei TikTok lassen sich Hacker relativ einfach aus dem Konto rauswerfen, indem das Passwort geändert wird. Das setzt natürlich voraus, dass der Hacker dieses nicht bereits getan hat. Generell sollte man sich aber immer überlegen, ob man nicht für unterschiedliche Angebote auch unterschiedliche Mailadressen nutzen sollte, um sich anzumelden. Auch muss man darauf achten, pro Seite ein anderes Passwort zu nutzen und dafür sorgen, dass dies auch stark genug ist. Zahlreiche Seiten verlangen hier eine Mindeststärke des Passworts beim Erstellen des Kontos.  Wer seine Passwörter checken lassen möchte, kann das hier nachschauen: checkdeinpasswort.de

Doch was soll man tun, wenn kein Passwort bei einem Dienst gebraucht wird? Whatsapp etwa verbindet sich sofort mit der eigenen Telefonnummer. Wer hier möchte, dass das Konto deaktiviert wurde, muss eine E-Mail an support@whatsapp.com. Checked4you.de beschreibt, dass man im Text „Verloren/Gestohlen: Bitte deaktiviert meinen Account“ schreiben und auch die eigene Handynummer angeben soll, welche mit dem Dienst verknüpft ist. Die Rufnummer soll dabei im internationalem Format gelistet werden.

Kontrolle ist immer besser

Wer einen guten Anlass sucht, um seine Passwörter zu kontrollieren, sollte einen Blick auf haveIbeenpwned.com werfen. Hier wird die eingegebene E-Mail-Adresse mit den Datenbanken von Leaks und Hackerangriffen abgeglichen. Wer hierin auftaucht, kann sich sicher sein, dass sensible Informationen in die falschen Hände gelangt. Also besser einmal das Passwort wechseln.