CLAUDE KARGER

Endlich mal eine gute Nachricht: „Trump will so schnell wie möglich auf den Mars“ meldete gestern das „L‘Essentiel“. Allerdings will der Mogul im Weißen Haus eher ein Astronautenteam auf den orangenen Planeten schießen, das weiß, wie man mit Raumfahrerurin in der Schwerelosigkeit so umgeht. Aber die Sensation soll noch in seiner Amtszeit gelingen. Beeilen muss er sich schon mit der Mobilmachung, nicht dass längst schon ein „luxembourg let’s make it happen“-Rover da oben rumkurvt, wenn die Ami-Astronauten landen. Oder gar der erste großherzogliche Raumfahrer sie begrüßt? Trotz aller „Spacemining“-Begeisterung wird derzeit noch kein solcher gesucht. Es gibt aber Luxemburger, die Erfahrung mit marsähnlichen Landschaften haben. Zum Beispiel unser Chefdiplomat, der heute um 20.00 in Junglinster beim Themenabend „Ventoux“ erzählt, wie man unter extremen Bedingungen den Sauerstoff managt... Sollte eigentlich jeder lernen, denn hier unten könnte es schon bald verdammt eng werden, wenn ein Machtverrückter auf den Atomknopf haut, oder der Erdling seine irdischen Lebensgrundlagen völlig zerstört. Er bekommt die Probleme auf seinem Heimatplaneten nicht mal gelöst, will aber das All erobern? Die Marsmenschen dürften den Kopf schütteln - sofern sie einen haben. Und brauchen bloß abzuwarten, bis die Terraner sich von selbst erledigen?