Das „Comité des usagers de transports“ oder auch Fahrgastbeirat wurde wurde 2011 ins Leben gerufen, um „servir de plate-forme pour l’information et les échanges de vues utiles sur des questions touchant à l’organisation et au fonctionnement des transports publics“. Nun hat sich der Fahrgastbeirat in Sachen „unsichere Zukunft“ der Eisenbahnlinie von Ettelbrück nach Diekirch, die als Nebenlinie zur bekannten „Nordstreck“ (Eisenbahnlinie zehn) funktioniert, zu Wort gemeldet. In einer Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass sich diese Bahnlinie in einem Ballungsgebiet, der „Nordstad“ mit den beiden Hauptorten Ettelbrück und Diekirch sowie den Gemeinden Colmar-Berg, Schieren, Bettendorf und Erpeldingen (Sauer), befindet und viel genutzt wird.
Verschiedene Szenarien
Wie der Fahrgastbeirat weiter in dem Schreiben hervorhebt, wird es im Falle einer Streichung der Bahnlinie zwischen Ettelbrück und Diekirch zu folgenden Szenarien kommen: Mit allen zwischen den beiden Ortschaften verkehrenden Buslinien werden die Reisenden länger unterwegs sein. Es kommt zu weiteren Staus auf den Haupt- und Nebenstraßen der Region und zusätzliche Busse und Buslinien müssten eingesetzt werden, um das Passagieraufkommen zu bewältigen. Seit der Einführung des neuen Fahrplans am vergangenen 14. Dezember auf der Eisenbahnlinie 10 hat sich die Reisezeit eines RB-Zuges (Regio-Bahn) von Luxemburg nach Diekirch um sechs bis acht Minuten verlängert, was besonders im Falle einer Verspätung das Erreichen von Anschlußzügen in beiden Bahnhöfen deutlich erschwert. Ferner weist der Fahrgastbeirat darauf hin, dass es sich für die Benutzer der direkten Züge zwischen Luxemburg und Ettelbrück äußerst schwierig gestalte, am Bahnhof der Pattonstadt einen Bus zu finden, um ihre Reise fortzusetzen. Die Mitglieder des Fahrgastbeirats fordern einen modernen und qualitativ hochwertigen öffentlichen Transport, der regelmäßig und pünktlich verkehrt.


