LUXEMBURG
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Bahnstrecke Bettemburg-Luxemburg ab Montag wieder für den Zugverkehr offen

Es ist ein kleines Mammutprojekt für die Eisenbahngesellschaft CFL: Das Projekt der neuen Bahnstrecke zwischen Luxemburg und Bettemburg mit dem integrierten Mobilitätskonzept, das aktuell realisiert wird, wird mit dem Ziel durchgeführt, „sich den Herausforderungen in Bezug auf die Mobilität und den Klimawandel bis zu den Jahren 2020-2030 zu stellen“, wie es von der Gesellschaft offiziell heißt.

Möglichst wenig Beeinträchtigungen

In der Fastnachtswoche wurden wieder maßgebliche Bauarbeiten an dem Projekt durchgeführt, was zu einer Sperrung der Zugstrecke führte. Ab kommenden Montag wird die Strecke wieder geöffnet sein, wie die Pressestelle der CFL bestätigte. Durch die Durchführung der Maßnahmen innerhalb der Ferienzeit sei die geringstmögliche Einschränkung und Beeinträchtigung der Fahrgäste gegeben.

Und so wird es aussehen: Ausgehend vom Umsteigebahnhof Howald überquert die Zugstrecke Luxemburg-Bettemburg die Autobahn A3 südlich der Anschlussstelle Gasperich und setzt ihre Streckenführung bis nach Bettemburg im Westen der Autobahn fort. Dann entfernt sich die Strecke nördlich der Autobahn-Raststätte Berchem von der Autobahn und umfährt sie westlich. Anschließend verläuft sie unter der Nationalstraße RN31, bevor sie die bestehende Strecke Luxemburg-Bettemburg im Alzettetal mittels einer Gleisüberführung überquert. Nach der Überquerung der Alzette verlaufen die neue und die bestehende Strecke bis zur nördlichen Einfahrt in den Bahnhof Bettemburg nebeneinander.

Die Projektkosten wurden bei der Vorstellung mit knapp 300 Millionen Euro beziffert. Die Gesamtfläche der zu erwerbenden Grundstücke beträgt etwa 52 ha. Neben dem Bahnkörper mit seinen Fahrwegausrüstungen, Fahrleitungen und Signaleinrichtungen umfasst das Projekt unter anderem eine befahrbare Unterführung, eine Gleisüberführung, eine Eisenbahnbrücke, vier Straßenbrücken sowie sechs Wasserbauwerke und 13 Wasserrückhaltebecken. Auch ein Übergang für Wildtiere ist in dem Projekt vorhanden. „Die Schaffung von leistungsfähigen Mobilitätsketten mit einem optimierten Reisendenumschlag, wodurch sich verschiedene Verkehrsträger kombinieren lassen und der öffentliche Personennahverkehr bevorzugt wird“, stelle ein wichtiges Element der Strategie dar, mit der der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs so auf 25 Prozent angehoben werden soll, wie die CFL mitteilt.