LUXEMBURG/ESCH-ALZETTE
PATRICK WELTER

…muss fürs Saubermachen bezahlen - Bausch will Firmen Straßenreinigung berechnen

Das Industriegebiet „Um Monkeler“, das in der Öffentlichkeit sowieso nicht den besten Stand hat - Stichwort Asphaltfabrik - ist jetzt zum wiederholten Male wegen übler Straßenverschmutzung auffällig geworden.

Schlamm und Dreck („Bulli“), ganz offensichtlich verursacht durch Fahrzeuge der im Industriegebiet ansässigen Firmen, haben sich so angesammelt, dass die Zufahrtsstraßen (CR 170 A) von der Autobahn aus schon Mitte der Woche von der Straßenbauverwaltung offiziell geschlossen wurde, weil die Sicherheit der (anderen) Verkehrsteilnehmer nicht mehr zu gewährleisten sei. Ein Vertreter von „Ponts et Chaussées“ sprach von „zwei bis drei Zentimeter Boden auf der Autobahn“, was einfach nicht normal sei. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass die jenseits der Autobahn A4 liegende Bauschuttdeponie, eine veritable Halde, auch nur über den CR 170 A und einem verschlungenen Weg durch das Industriegebiet angefahren werden kann. Nach Angaben der Bürgerinitiative, die sich gegen die Ansiedlung einer „Asphaltfabrik“ richtet, wird diese Straße von 400 (!) Lkw pro Stunde genutzt. Die Aufräumarbeiten sollten bis gestern Abend abgeschlossen sein. Nach der Wiedereröffnung der Auffahrten muss aber noch eine Spur auf dem Zubringer von der A 4 zur A 13 gereinigt werden. Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch macht jetzt Nägel mit Köpfen und hat die Verwaltung angewiesen alle Kosten für die Beseitigung der „Schlammschlacht“ detailliert zu erfassen. Die Reinigungskosten sollen dann anteilig an die verantwortlichen im „Monkeler“ ansässigen Firmen verrechnet werden.

Minister Bausch nennt als Begründung den Artikel 101 des „Code de la Route“, der die Verschmutzung von Straßen schlicht verbietet.

Gestern konnte das Nachhaltigkeits- und Infrastrukturministerium noch keinen Kostenrahmen nennen, dies sei erst möglich wenn die Arbeiten abgeschlossen seien. Die Straßenverschmutzung in diesem Bereich ist schon seit Jahren Thema anhaltender Debatten und Briefwechsel zwischen den Straßenbauverwaltung bzw. Ministerium und den „Monkeler“-Firmen.