CLAUDE KARGER

Unser Diplomatiechef strampelt sich definitiv warm für die Luxemburger EU-Ratspräsidentschaft. Da wird ihm der Wind scharf ins Gesicht blasen, weiß der Polit-Veteran. „Aber ich beklage mich nicht. Ich habe mir folgendes Ziel gesetzt: Wenn ich jedes Jahr auf dem Rad den Ventoux bezwinge, schaffe ich das auch noch“, vertraute er dem „Tageblatt“ an.

Radfans wissen, dass die „Bestie der Provence“ in der Gluthitze auf dem „Col des Tempêtes“ schon manch einen vom Sattel gehauen hat. Aber wie zu erfahren ist, hat Asselborn ja rund 300 Wasserträger - zehnmal weniger übrigens als andere Länder - und wird unter anderem von Genosse Arbeitsminister Nico Schmit kräftig angeschoben. Aber ob das reicht? „Ich müsste theoretisch an verschiedenen Tagen zeitgleich im Rat und im Europaparlament anwesend sein“, sagt der Chefdiplomat. Da sollte er sich mal beim Premier informieren, der sich ja schon mal als Hologramm durch die Welt beamen ließ. Ausgesprochen praktisch und sicher das Ding, zumal wenn man mit dem EU-Kommissionsboss gipfelt, der seinem Ex-Koalitionspartnerchef jüngst in Riga mal eine „freundschaftliche“ Backpfeife verpasste. Das Hologramm wäre freilich auch eine Lösung, um den berüchtigten Juncker-Schlabber-Bussis zu entgehen. Na, wenn das Schule macht!