LUXEMBURG
ANNETTE WELSCH

Klares Resultat für die Anwältin, die die Nachfolge von Lydie Err antritt

Sie hätte 28 Stimmen gebraucht, 35 bekam sie: Claudia Monti wurde am Dienstag mit einem klaren Resultat vom Parlament zum neuen „Ombudsman“ bestimmt und wird sich künftig um die Bürger kümmern, die sie zur Vermittlung bei Konflikten mit Behörden um Hilfe ersuchen. „Ich freue mich sehr über die Wahl und den starken Rückhalt bei den Abgeordneten. Es erleichtert die Arbeit, wenn man weiß, dass kein Misstrauen da ist und einem das Amt zugetraut wird“, bekannte die Anwältin im „Journal“-Gespräch. „Ich gehe mit großem Enthusiasmus und ganz viel Neugierde an das Amt heran.“

Fünf Kandidaten waren bekanntlich von der Präsidentenkonferenz des Parlaments für die Nachfolge von Lydie Err als neuer Médiateur zurückbehalten worden. In einer geheimen und persönlichen Wahl - eine Stimmabgabe per Vollmacht ist in diesem Fall nicht erlaubt - mussten die Abgeordneten einen der Kandidaten auf der Liste ankreuzen.

Von den 49 ausgefüllten Stimmzetteln entfielen dann auf den Generalsekretär des „Centre de médiation civile et commerciale“, Jan Kayser neun Stimmen, vier Abgeordnete unterstützten die Generalsekretärin der Gesundheitskasse Catherine Thomé, eine Stimme bekam Christiane Weidenhaupt, die Ex-Direktorin der „Direction de l‘aviation civile“ und der Anästhesist Luc Aniset ging leer aus.

Für Claudia Monti heißt es nun, ihre Anwaltskanzlei aufzulösen. „Es war keine spontane Entscheidung, meine Kandidatur zu stellen, weil es viele Konsequenzen und Umstellungen mit sich bringt. Aber ich freue mich auf die Teamarbeit und den Dialog, der mir sehr wichtig ist.“