Der Escher Theaterdirektor Charles Muller, der Direktor des Escher Konservatoriums Marc Treinen und der Kulturschöffe der Stadt Esch Jean Tonnar präsentierten am Donnerstag das neue Programm für das Theater und das Konservatorium.
24 Abende im Konservatorium
Marc Treinen stellte zuerst das Programm des Escher Konservatoriums vor, wo viele luxemburgische Musiker und Musikerinnen auftreten werden, wie unter anderem das „Quatuor à clavier“, „Les amis de l’Orgue - Luxembourg“, das Luxembourg Clarinet Choir oder die Brass Band des Escher Konservatoriums. Außerdem bekommen die Lehrer des Konservatoriums sowie die Schüler der Perkussions-Klasse, der Jazz-Klasse, der französischen Diktions- und Schauspielklasse die Gelegenheit, ihr Können zu beweisen.
Im Konservatorium treten des Weiteren unter anderem die deutsch-serbische Formation „Uwaga!“, das Greg Pattillo’s Project Trio, das Hélène Schmitt Trio, der deutsche Schauspieler August Zirner, der den „kleinen Prinz“ vorliest, die südkoreanische Pianistin Young-Choon Park, das Dover Quartet und der russische Pianist Alexei Volodin auf.
Koproduktion aus Sibiu
Charles Muller war sichtlich erfreut die Eigenproduktion „Die Präsidentinnen“ vorzustellen, die er im November inszenieren wird. Er realisiert auch „La vérité m’appartient“, ein Stück von Nathalie Ronvaux, und „Anne Frank: Das Tagebuch“, das in Wiederholung gezeigt wird.
Im Oktober 2014 inszenierte er bereits Peter Weiss’„Marat/Sade“ im rumänischen Sibiu. Diese Koproduktion kommt im März 2016 nach Esch. Das musikalische Stück „Zwei israelische Kammeropern“ ist eine weitere Escher Produktion, die Tanzspektakel „Sakura“ und „¡Farruquito!“ sind koproduziert worden.
In Zusammenarbeit mit den Theatern der Štadt Luxemburg entstehen „Dom Juan ou le festin de pierre“ und „Lampedusa“, ein Stück von Krimiautor Henning Mankell. Weitere luxemburgische Produktionen sind unter anderem „Through My Eyes. A Fairy Tale?“ des Studententheaters EDUDRAME der Universität Luxemburgs, Guy Rewenigs „Zuppermänner“, das Programm „Réckbléck an d’Zukunft“ von Cabarenert und natürlich die „Revue 2016“.
Internationale Stücke
Da ein leichter Zuschauer-Rückgang bei deutschen Produktionen zu verzeichnen ist, wurden diese reduziert. Zwei Klassiker sind wieder im Programm: „Caveman“ und „Auf und davon - Nackt über die Alpen“ mit Martin Luding.
Nina Petri ist in „Gift. Eine Ehegeschichte“ zu sehen und lustig geht’s in „Knete, Kerle, Karma!“ zu. Französische Stücke dominieren aber die Saison. Highlights sind „Pas folles les guêpes“ und „Georges & Georges“, die letzten Stücke von Bruno Druart und von Eric-Emmanuel Schmitt. Francis Huster spielt in „Love Letters“ und inszeniert „Une Folle“ von Sacha Guitry.
Beim Tanztheater stechen „Play Time“ von Jean-Guillaume Weis, „Infinity“ von Eric Gauthier, das Malandain Ballet Biarritz und das Ballet Jazz Montreal hervor, beim musikalischen Theater Giacomo Puccinis Opern „Tosca“ und „La Bohème“, die musikalische Show „Motown“, wie noch Maria Farantouri und Gast Waltzings Projekt Largo, diesmal unplugged.
Direktor Muller meinte noch, dass sich das Theaterpublikum kaum erneuert, und hoffte, dass man mit einem breit gefächerten multikulturellen Programm Menschen jedes Alters ansprechen könne.
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