LUXEMBURG
SOPHIA SCHÜLKE

Für Fans und Hater gleichermaßen: Miss Georgia Gray stellt erstes Album in der Rockhal vor

Sollen sie ruhig lästern, die Hater, aber erstmal bekommen sie einen ziemlichen dicken Brocken hingeworfen, der sie staunen lassen wird: Mit 23 Jahren veröffentlicht Miss Georgia Gray ein eigenes Album mit zwölf Songs, das auch noch in der Rockhal vorgestellt wird. Die erste Platte der 23-jährigen Luxemburgerin mit englischen Wurzeln heißt „I.T.O.W (I’m Trouble One Way!)“ und bietet einen Mix aus Soul, Pop, Dance und Blues. Als „wild und durchgeknallt“ beschreibt sie ihre Musik. Im Interview erzählt sie, wie sie entdeckt wurde und warum Musik für sie die ganze Welt bedeutet.

Wie bist Du zum Singen gekommen?

MISS GEORGIA GRAY Ich habe von klein auf gerne gesungen und wurde 2017 entdeckt.

Entdeckt? Aufregend. Wie?

GEORGIA Durch einen guten Freund von mir, der wusste, dass ich singe. Wir haben in einer Bar gesprochen und er sagte: „Eine Stimme wie Deine muss veröffentlicht werden“. Er hat mich überredet ins Studio zu gehen, ich war vergangenes Jahr noch ein sehr schüchternes Mädchen.

Wie hast Du dann Deinen Manager gefunden?

GEORGIA Über die Producer und die Musiker selbst.

Was bedeutet das Singen für dich?

GEORGIA Die ganze Welt, wenn man das so sagen kann. Musik hat mir geholfen, das, was ich durch- und mitgemacht habe, zu überstehen. Sie stützt mich, hilft mir, macht mich glücklich, ist Magie und einfach etwas Wunderbares.

Willst Du erzählen, was Du durchgemacht hast?

GEORGIA Wir haben bei der Vorbereitung des Albums überlegt, ob wir das öffentlich machen. Sagen wir so, ich war mal am Boden und die Chance auf Musik hat mich hochgezogen. Die Musik hat mir geholfen, herauszufinden, wer ich bin.

Welche Künstler haben dich beeinflusst?

GEORGIA Beyoncé und Amy Winehouse, die immer ihre eigenen Sachen durchgezogen haben. Ich habe Respekt vor Amy Winehouse, trotz allem, auch wenn sie betrunken auf der Bühne stand, hat sie eine große Show abgezogen. Demi Lovato mag ich auch, weil sie trotz Hatern weitergemacht hat.

Haben dich die drei Frauen auch musikalisch beeinflusst?

GEORGIA Ja, allein, was sie in ihren Texten schreiben, das ist nicht irgendein Blödsinn, das macht Sinn und man kann ihnen zuhören.
Und worum geht es in Deinen zwölf Songs?

GEORGIA Es sind Lieder über Männer, die keinen Respekt vor uns haben. Es sind Lieder für wunderschöne und kurvige Frauen, die sich nicht wohlfühlen, es aber sollten. Es sind Lieder für Hater - Ihr habt gemobbt und gehatet und ich hab was erreicht - und Lieder, zu denen man sich im Club bewegt, man ist ja dort, um Spaß zu haben und nicht um rumzustehen. Mir geht es darum, dass ich den Menschen helfen kann, die Probleme haben und die nicht glücklich sein können.
Wie ging das Songschreiben mit Jonathan Reichling und Jonathan Jäkel vonstatten?

GEORGIA Ich kam mit Ideen und dann haben wir gemeinsam daran gearbeitet. Es ist immer problematisch, etwas umzuwandeln, um einen Song draus zu machen. Wenn man Sänger und Songwriter beobachtet, dann benutzen sie immer eine andere Art und Weise, um sich auszudrücken. Man wandelt einfache Wörter etwas stärker um, versucht aus einem Wort einen richtigen Sinn zu machen und einen starken Satz rauszuziehen.

Wie würdest Du Deine Musik bezeichnen?

GEORGIA Durcheinander, wild und durchgeknallt, voller Gefühle. Sie verbindet Rap, Pop, Blues, Jazz, Rock, traurige Songs, es ist ein Mix. Ich lasse mich nicht in eine Schublade stecken, ich habe einen sehr starken Charakter und mache gerne meinen eigenen Style und so soll meine Musik auch sein.

Hast Du schon Fans?

GEORGIA Ja, ich habe tolle Fans, nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen meinem Style. Und weil sie mir schon länger auf Instagram folgen, wissen sie, wer ich mal war. Ich bin ihr Idol, weil ich mich wieder auf die Füße gestellt habe und an mich glaube.

Das willst Du sicher auch weitergeben, oder?

GEORGIA Mir ist wichtig, dass ich davon was abgeben kann. Es sind die kleinen Dinge, die man macht, die manchmal Großes erreichen können.

Sind die Hater jetzt ruhiger geworden?

GEORGIA Deine Hater sind Deine größten Fans, und sie können auch ruhig da sein. Es muss ja irgendwas Interessantes an mir sein, sonst würden sie nicht über mich sprechen. Hater sind auch etwas Wichtiges im Leben eines Sängers.

Was erwartet das Publikum beim Konzert?

GEORGIA Gute Musik, eine super, super Stimmung, tolle Artisten, man kann auch Fotos mit mir machen, einfach eine super Atmosphäre.

Geht es bei dir mit der Musik hauptberuflich weiter?

GEORGIA Ja, ich bin hauptberuflich Sängerin, ich habe mir alles selbst beigebracht und das ist mein ganzer Stolz.


Das Album wird am Montag, 30. April, in der Rockhal vorgestellt. Beginn um 20.30, als Specialguests treten Oke, MILA und Khepri auf