ERPELDINGEN
LJ

Die „MIL asbl“ startete mit erstem Konzertspektakel im Pflegeheim „Beim Goldknapp“

Mit Musik kann man Menschen erreichen, denen die Erinnerung im Alltag schwerfällt. Genau dies wurde beim ersten Projekt der im Februar gegründeten „MIL asbl“ deutlich. Die Vereinigung hat sich zum Ziel gesetzt, kulturelle Projekte für Menschen mit Demenz zu organisieren. Der Name „MIL“ steht für „Momenter intensiv liewen“. Intensiv waren auch die Momente, die die BewohnerInnen des Wohn- und Pflegeheims „Beim Goldknapp“ am vergangenen Wochenende in Erpeldingen beim ersten Konzertspektakel erlebten. Unter dem Titel „Kanner o Kanner, o quel bonheur“ war in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Musiker Georges Urwald ein Programm mit den Lieblingsliedern der Heimbewohner zusammengestellt worden, das dem Publikum dann an zwei Nachmittagen vom Ensemble FLOTT und Sängerin Mady Weber präsentiert wurde.

Eintauchen in eine glanzvolle Welt

An beiden Tagen war „Make Up Artist“ Joël Seiller bereits am Morgen im Einsatz, um die Damen für diesen besonderen Anlass zu schminken und zu frisieren. Der Mehrzwecksaal des Pflegeheims war dank der Bühnenbildnerin Anouk Schiltz kaum wiederzuerkennen. Rote und goldene Vorhänge sowie ein Teppichboden, der ebenfalls in Gold erstrahlte, hatten den Raum in einen Festsaal verwandelt, der diesen Namen auch verdient. Auf der Bühne flackerten (elektronische) Kerzen, Lichterketten leuchteten von den Wänden. Die Bewohner tauchten in Begleitung ihrer Familien in eine glanzvolle Welt ein. Sängerin Mady Weber in ihrer langen Robe, Georges Urwald am Piano und Franck Hemmerlé am Schlagzeug empfingen die Zuschauer mit musikalischen Klängen, während Joe Del Toe sie mit clownesken Einlagen aus der Reserve lockte. Alles Übrige schaffte die Musik.

Von „Zu Arel op der Knippchen“ über „’t ass Kiermes am Duerf“ bis „D’Pierle vum Da“ war alles dabei, was das klassische luxemburgische Liedergut hergibt. Mit „Aux Champs-Elysées“ oder „Que sera sera“ wurden auch musikalische Exkurse ins Ausland unternommen. Und die Bewohner erwiesen sich als äußerst textsicher und blühten richtig auf, was für viele emotionale Momente sorgte. Am Ende stand die Begeisterung jedem Einzelnen ins Gesicht geschrieben. Musik verbindet und kann Brücken bauen, das wurde an diesen beiden Tagen mehr als deutlich.


Mit „Kanner o Kanner, o quel bonheur“ geht die MIL asbl auf Tour. Zwei Termine im Ettelbrücker CAPE

stehen bereits fest: am 25. und 26. Januar. Weitere Informationen unter www.milasbl.lu