LUXEMBURG
SOPHIA SCHÜLKE

„Printemps Musical“ bringt zwischen 24. Februar und 21. April neun Konzerte in die Stadt

Internationale Musiker der Sparten Jazz und Weltmusik werden im Frühjahr in Luxemburg wieder zum Festival „Printemps Musical“ gastieren. Eingeladen sind unter anderem der talentierte Schlagzeuger Steve Gadd, der in Frankreich beliebte Salsa-Chansonnier Yuri Buenaventura oder der gestandene Fusion-Jazzer Billy Cobham, der gemeinsam mit dem „Luxembourg Jazz Orchestra“ auf der Bühne stehen wird. Dabei liegt der Fokus des Festivals aber nicht nur auf international bereits bekannten Musikern, von denen einige bereits in Luxemburg aufgetreten sind, sondern auch auf jungen Talenten wie der Rapperin Akua Naru, die in ihrer Musik Rap, Soul, Blues und afrikanische Stile subtil mischt.

Insgesamt stehen beim Festival „Printemps Musical“ des „Luxembourg City Tourist Office“ (LCTO) neun Konzerte auf dem Programm. Die 35. Ausgabe des Festivals wird zwischen dem 24. Februar und 21. April in verschiedenen Sälen der Hauptstadt, vom Atelier bis hin zum Kulturzentrum Neimënster oder dem „Conservatoire de la Ville de Luxembourg“ stattfinden.

Virtuose der Jazz- und Rock-Fusion

Den Festivalauftakt bestreitet am 24. Februar B.J. Scott, die vor zwei Jahren mit einer großen Hommage an die außergewöhnlich begabte Blues- und Jazz-Sängerin Billie Holiday Aufsehen erregt hat. Die Stimme der US-amerikanischen Liedermacherin, die heute in Brüssel lebt, wird öfter mit Janis Joplin oder Patti Smith verglichen. Beim nächsten Konzert tritt Billy Cobham im Atelier auf. Cobham gilt als bester Schlagzeuger der Welt und ist vor allem für seine Virtuosität in der Fusion von Jazz und Rock bekannt. Bei seinem Auftritt am 8. März sorgt das „Luxembourg Jazz Orchestra“ für einen kräftigen Bigband-Klang.

Eine besonders kuriose Mischung bieten Belem & Friends mit Didier Laloy am traditionellen Akkordeon und Kathy Adam am klassischen Cello. Bei diesem Konzert am 10. März in der Abtei „Neimënster“ erwarten die Zuhörer kraftvolle Kompositionen und verrückte Rhythmen. Eine Mischung aus Folk, Blues, Jazz und Rock gibt es am 14. März im Atelier zu erleben: Dann wird die Norwegerin Rebekka Bakken das Publikum mit ihrer Drei-Oktaven-Stimme und ihrer Hommage an Tom Waits verzaubern.

Sozialkritischer Rap

Poetisch, aber vor allem politisch und sozialkritisch geht es in den Texten von Akua Naru zu. Die US-amerikanische Hip-Hop-Künstlerin, die nach Stationen in Westafrika und Asien nun in Deutschland lebt, wird vom Veranstalter als eine der Entdeckungen des Festivals angekündigt: Ihre ausdrucksstarke Stimme wird gerne mit der von Lauryn Hill verglichen, selbst eine Meinung kann man sich am 22. März im Atelier bilden. Ein ganz anderer Stil wird den Festivalgängern einen Tag später im Konservatorium geboten: Dort treten Noa und Gil Dor auf, die seit 1990 gemeinsam auf der Bühne stehen und zusammen bereits 15 Alben veröffentlicht haben. Die Musiker mischen Folk und Blues mit Musik aus ihrer Heimat Israel. Noa hat ihrerseits an der Komposition und Aufnahme des Titelsongs des Kinofilms „Das Leben ist schön“ von Roberto Benigni mitgewirkt.

Im April bietet das Festivalprogramm noch drei Konzerte: Der kolumbianische E-Bassist Juan García-Herreros hat bereits mit Musikgrößen wie Elton John, Al Jarreau und Christina Aguilera zusammengearbeitet und wird am 5. April in der Abtei Neimënster auftreten.

Dann im Atelier zu erleben sind am 19. April Yuri Buenaventura, der klassische französische Chansons als Salsastücke frisch interpretiert, und am 21. April der Schlagzeuger Steve Gadd, der schon an Hits von Bary Gibb und Al Jarreau mitgewirkt hat.

Karten zwischen 25 und 35 Euro, weitere Informationen unter http://festivals.lcto.lu/de/printemps-musical