LUXEMBURG
GILLES BAUM

Die Corona-Pandemie wird zum Stresstest für die ganze Welt, auch für die EU und das Großherzogtum. Die Luxemburger Regierung hat weitreichende Maßnahmen beschlossen, die Solidarität in der Bevölkerung ist groß.

„Die Welt ist im Griff von COVID-19. Auch Luxemburg. Unser Land zählt in dieser Zeit besonders auf die Menschen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich: Ärzte, Krankenpfleger, Pflegekräfte, Rettungsdienste und Laboratorien. Sie stehen Tag und Nacht an vorderster Front, um unserer Bevölkerung im Kampf gegen Corona beizustehen. Ihnen gilt unser erster Dank für ihren heldenhaften Einsatz in diesen schwierigen Zeiten.

Wir vergessen dabei nicht die Beschäftigten in den Apotheken, Supermärkten, Tankstellen, im öffentlichen Transport, bei der Polizei, in den staatlichen und parastaatlichen Institutionen und all jene, die dafür sorgen, dass das Leben in Luxemburg zwar auf Sparflamme läuft, aber nicht zusammenbricht. Zum Schutz von uns allen!

Wir begrüßen auch die zahlreichen Initiativen von Gemeinden, Organisationen und Privatmenschen, die sich um unsere älteren und kranken Menschen bemühen. Ihnen gilt unser höchster Respekt. Der Willen, die Krise zusammen zu bewältigen, ist mit Händen greifbar. Dies sollte uns optimistisch für die nächsten Wochen stimmen. Es gilt nun eine Ausbreitung des Virus konsequent und entschieden auszubremsen.

Die Regierung hat deshalb klare Anweisungen an die Bevölkerung ausgegeben. Frei nach dem Motto ‚My home is my castle‘. Auf Luxemburgisch: ‚Bleift doheem!‘.

Zahlreiche Menschen arbeiten inzwischen von zuhause aus oder nutzen den Spezialurlaub, um sich so um ihre Kleinkinder oder ihren schulfreien Nachwuchs zu kümmern. Dabei müssen sie in diesem Fall auf die Unterstützung der Großeltern verzichten, denn es gilt unsere älteren Mitmenschen unbedingt vor einer Ansteckung zu schützen.

Die wirtschaftliche Aktivität, besonders die unserer Klein- und Mittelbetriebe, wird von diesem Wochenende an fast zum Stillstand kommen. Ausgenommen davon sind die vitalen Dienstleistungen, um unsere Gesundheit und unsere Verpflegung aufrechtzuerhalten.

Die Regierung hat direkte und unbürokratische Hilfe angekündigt und umgesetzt. Sie wird diese Mittel der Situation weiter anpassen und ausbauen. Corona darf unsere Betriebe nicht in den Konkurs treiben.

Die Corona-Krise hat uns aber auch vor Augen geführt, wie unabdingbar der Beitrag unserer Freunde und Arbeitskollegen aus Frankreich, Belgien und Deutschland für das Funktionieren unserer Gesellschaft ist. Deshalb auch Ihnen von dieser Seite aus ‚un grand MERCI du fond du coeur‘, ein aufrichtiges DANKE schön!“