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Klima-, Natur- und Artenschutz: Der Naturpark Mëllerdall und das „LIFE-IP Projekt ‚ZENAPA‘“

Artenreiche Energiepflanzen, Elektromobilität, innovative Speichersysteme, natürliche Baustoffe, Rotmilanmanagement: Der Naturpark Mëllerdall läutet am Montag offiziell sein europäisches „LIFE-IP Projekt ‚ZENAPA‘ (Zero Emission Nature Protection Areas)“ ein.

17 Millionen Euro Budget

Ende 2016 wurde im Rahmen des EU-Förderprogramms für Umwelt, Naturschutz und Klimapolitik „LIFE“ das Projekt „ZENAPA“ bewilligt. Es stellt sich der Herausforderung, die Energiewende in Einklang mit den verschiedensten Anforderungen des Klima-, Natur- und Artenschutzes zu bringen, wie in der Ausschreibung steht. Das Projekt verfügt über ein Budget von rund 17 Millionen Euro, wovon mehr als acht Millionen Euro von der EU gefördert werden. Die Restsumme wird von den Projektpartnern, darunter auch der „Naturpark Mëllerdall“, sowie Kofinanzierern aufgebracht.

Jeder der zwölf Projektpartner, darunter einige deutsche Bundesländer, verfügt über einen individuellen Maßnahmenplan. Dieser soll in der achtjährigen Projektlaufzeit umzusetzen sein. Allen gemein ist dabei die Einführung von nachhaltigen Beschaffungsrichtlinien in den Partnerorganisationen, wie es von offizieller Seite heißt. Ebenfalls verfüge jeder Projektpartner über einen lokalen Klimawandelmanager zur Koordination des Umsetzungsprozesses vor Ort.

Zu den Aufgaben gehört der gezielte Aufbau regionaler Kompetenzen, u. a. durch Workshops und Veranstaltungen. Damit einhergehend und durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit wird die Bewusstseinsbildung in allen Akteurs- und Anspruchsgruppen nachhaltig beeinflusst.

Die Grundlage der Maßnahmenumsetzung im Rahmen von LIFE-IP ZENAPA bilden Masterpläne, die für jede der zwölf Partnerregionen entwickelt werden. Im Rahmen der Masterplanentwicklung werden regionsspezifische Einzelmaßnahmen vorbereitet. Ergänzend erfolgt die Detail- beziehungsweise Umsetzungsplanung durch sogenannte „Strategische Biodiversitäts- und Klimaschutzkonzepte“, die auf integrierten Quartierskonzepten nach der Methodik der KfW basieren. Diese werden für 90 Kommunen erstellt und liefern ebenfalls eine ökonomische Grundlage für die spätere Maßnahmenumsetzung. Neben der Analyse der Potenziale fließen bei den Masterplänen und Konzepten Biodiversitäts- und Naturschutzaspekte in die Erstellung ein und ergänzen die Ergebnisse um diese Faktoren.