LUXEMBURG
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24 Fragen an Djuna Bernard

Für unsere diesjährige Sommerserie ließen wir einer Reihe von Politikern einige Fragen per E-Mail zukommen, von denen wenige politisch, und die meisten eher privater Natur sind. Manch einer hat noch am gleichen Tag geantwortet, bei anderen lässt die Antwort immer noch auf sich warten. Heute die Antworten der „déi gréng“-Abgeordneten und grünen Co-Präsidentin Djuna Bernard.

Was haben Sie während des Lockdowns gemacht und befürchten Sie angesichts der aktuellen Situation einen zweiten Lockdown?

Djuna Bernard In erster Linie weitergearbeitet – daneben tätigte ich Einkäufe für vulnerable Personen im Rahmen der Pfadfinder-Initiative. Zum Kochen und Gärtnern kam ich jedoch auch wesentlich mehr, als sonst.

Ist Europa, vor allem aber auch die Großregion, in der Corona-Krise gestorben?

Bernard Gestorben nicht, aber angeknackst sicherlich. Als junger Mensch waren mir Grenzen zu unseren Nachbarländern bis dieses Jahr absolut unbekannt. Eine Situation, die ich nicht mehr erleben möchte.

Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Session?

Bernard Die schnellen und zielgerichteten Hilfen und Maßnahmen, um die Menschen und die Wirtschaft so gut wie nur möglich aus dem Lockdown heraus zu begleiten, zu schützen und zu unterstützen.

Welches sind für Sie die Prioritäten für die Rentrée?

Bernard Das Denkmalschutzgesetz, durch das wir endlich einen legislativen Rahmen bekommen, das unser bauliches Erbe, die historischen Dorfkerne und geschichtsträchtigen Orte schützt und erhält.

Wohin fahren Sie, wenn es die Situation denn erlauben sollte, in den Urlaub, und warum?

Bernard Ich fahre in die Bretagne – da wollte ich schon immer mal hin, und freue mich auf Küstenwanderungen, Cidre und Hafenstädte.

Haben Sie – und seien Sie hier bitte ehrlich! - seit der Einführung des gratis öffentlichen Transports schon mehr als einmal Bus, Bahn oder Tram genommen?

Bernard Klar! Mit der Bahn von Mamer in die Stadt, weiter nach Esch – oder durch die Stadt (bei schlechtem Wetter) mit Bus und Tram.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Bernard Menschen zu umarmen, die man liebt – das wurde leider zur Seltenheit.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Bernard Nachvollziehbare.

Ihr größter Fehler?

Bernard Puh schwierig zu sagen, ich bereue es nie, in einem französichsprachigem Land studiert zu haben.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Bernard Reif für den Urlaub.

Stoff- oder Einwegmaske?

Bernard Ganz klar Stoffmasken, die sind mittlerweile das neue Fashion-Statement und eh wesentlich nachhaltiger. Meine Einwegmasken habe ich alle gespendet.

Netflix oder Fernsehen?

Bernard Netflix – „Blacklist“ lässt mich nicht los.

Putin oder Trump?

Bernard Die Welt braucht keinen von beiden.

Südkorea oder Nordkorea?

Bernard Bin gespannt, wer hier „Nordkorea“ antwortet...

Beatles oder Rolling Stones?

Bernard Beatles – aber meine Generation müsste man ja eigentlich nach Spice Girls oder Back Street
Boys fragen?

Bach oder Stockhausen?

Bernard Stockhausen musste ich gerade googeln...

Wein oder Bier?

Bernard Wein bei Tisch, Bier auf der Terrasse in der Sonne.

Krimi oder Roman?

Bernard Roman.

Fahrrad oder Auto?

Bernard Fahrrad – wobei ich mich auf mein neues Elektroauto freue!

Grün oder Blau?

Bernard Ernsthaft? Natürlich Grün – sorry Corinne ;-)

Nacht oder Tag?

Bernard Tag.

Süßes oder Saures?

Bernard Lieber Salzig-Scharf – Nachos machen mich froh.

Hund oder Katze?

Bernard Eigentlich Katze, da bin ich aber allergisch. Also Hund.

Kennen Sie einen politischen Witz?

Bernard Der Alltag bietet da bereits genug.